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Wuppertals grüne Anlagen bekommen ein Gesicht

Neue Handbücher über Nordpark und Lüntenbeck
Ein neues Marketingprodukt wird weiterentwickelt: „Wuppertals grüne Anlagen“. Eine Z-Card bildet über 30 Parks und Gärten ab und muntert ebenso zum Besuch dieser „grünen Schätze“ auf, wie die dazu gehörige Website: www.wuppertals-gruene-anlagen.de. Im de Weerth-Garten, auf der Hardt, am Hohenstein und im Nordpark gibt es ansprechende Informationstafeln („Möbel). Nach dem ersten Band über den Landschaftsgarten Hardt ergänzen jetzt die beiden Bände über die „Waldanlage Nordpark“ und „Grüne Meile Lüntenbeck“ aus der Edition Köndgen eine kleine Handbuch-Reihe. Bemerkenswert ist bei allen Produkten das einheitliche Design und die dunkelrote Farbe. Dafür zeichnen Daniel Neisser und Sylvia Zöller vom gleichnamigen Designbüro verantwortlich.

Die entkernten Nordparkterrassen bildeten einen rustikalen Rahmen für die Bücherpräsentation. Gemeinsam mit dem von Brigitte Alexander geführten, 2004 gegründeten De-Weerth-Garten-Verein, aus dem sich der Förderverein Historische Parkanlagen entwickelt hat, und der Gartenarchitektin und Historikerin Dr. Antonia Dinnebier, will Verleger Thomas Helbig, der sich moderner Heimatliteratur von „Stadt Barmen“ über „Tuffi“ bis „80 Jahre Wuppertal 80 Wuppertaler“ verschrieben hat, nach dem erfolgreichen Auftakt pro Jahr zwei bis vier qualitätsvolle Bücher herausgeben. Auf der Liste warten weitere „grüne Schätze“, wie die Barmer Anlagen, der Vorwerkpark und die Gelpe. „Wuppertal ist ausgesprochen reich an grünen Anlagen“, weiß Helbig aus Gesprächen mit der Autorin. Antonia Dinnebier fügt hinzu, dass viele Anlagen einem ausgeprägten Bürgerengagement entspringen, denn die Verschönerungsvereine in Barmen (1864), Ronsdorf (1869), Gelpetal und Elberfeld (1870) haben früh begonnen, „grüne Oasen“ dauerhaft zu erhalten: „Wir wollen versteckte Schönheiten ans Tageslicht fördern, Geschichten erzählen und dadurch die Wertschätzung heben:“ Die Heftreihe gleicht also einer Dauerbaustelle mit offenem Ende.
Der Nordpark war bereits gut erforscht, doch hat Antonia Dinnebier behutsam mit Unterstützung von Margot Sundermann, dem Geologen Martin Lücke und Hans Joachim Hybel, „Vater des Geopfads“, die Park-, Familien- und Stadtgeschichte zusammen gefasst, um historische und aktuelle Aufnahmen und eine Orientierungskarte ergänzt, so dass ein handlicher Führer als stiller Begleiter von Spaziergängen dient. Gleiches gilt für Dinnebiers Heimat, die Lüntenbeck, die mehr als nur aus Schloss, Naturschutzgebiet und ehemaliger Deponie auf dem Lüntenberg besteht.
Im Namen der Stadt Wuppertal dankte Peter Ehm, Leiter des Garten- und Forstamtes, den Initiatoren für ihr Engagement, „weil wir als Stadt Vieles an Grünpflege nicht mehr können und dürfen.“ Trotz finanzieller Probleme haben Ehms Ressort und Antonia Dinnebier dem „Hohenstein“ sein altes Gesicht wiedergegeben und ihn freigelegt. Ein Musterbeispiel für gelungene Bewahrung von „Wuppertals grünen Anlagen“.
Klaus-Günther Conrads

Buchreihe „Wuppertals grüne Anlagen“, Herausgeber: Förderverein Historische Parkanlagen Wuppertal; Edition Köndgen, www.koendgen.de; Preis € 7,95
Band 1, Waldanlage Nordpark; Alleen, Spielplätze, Wildgehege; Autoren: Antonia Dinnebier, Margot Sundermann, Martin Lücke; 56 Seiten, ISBN 978-3-939843-14-6
Band 2, Grüne Meile Lüntenbeck; Schloss, Stadtwald, Lüntenberg; Autorin: Antonia Dinnebier, 64 Seiten; ISBN 978-3-939843-15-3


Brigitte Alexander (l.) mit ihrem Förderverein Historische Parkanlagen, der Barmer Verleger Thomas Helbig (M.) und Autorin Dr. Antonia Dinnebier haben die ersten Bände der Reihe “Wuppertals grüne Anlagen” realisiert.
Foto: Conrads


Freude über die gelungenen Bücher über den Nordpark und die Lüntenbeck: v.l. Brigitte Alexander, Margot Sundermann, Thomas Helbig, Sylvia Zöller, Daniel Neisser und Martin Lücke.
Foto: Conrads


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