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Friedrich Paul

(kgc). Ein überzeugter Langerfelder muss an den Protest der Vorfahren gegen die Eingemeindung nach Barmen erinnern: „Da kamen die Barmer, die Schufte und holten uns ins Rheinland hinein, das fanden wir gar nicht so dufte, wir Westfalen wollten keine Rheinländer sein.“ Von 1922 bis zur Gründung der Stadt Wuppertal im Jahr 1929 gehörte Langerfeld zur Stadt Barmen. Friedrich Paul vereinte in sich Langerfeld und Barmen, denn er wurde am 7. März 1930 in Barmen geboren und lebte bis zum Tod nach kurzer, schwerer Krankheit am 21. Juli 2010 in Langerfeld. Beerdigt wurde er am 28. Juli 2010 auf dem evangelischen Friedhof an der Kohlenstraße. Wo? In Langerfeld natürlich!

Nach der Schulzeit absolvierte Friedrich Paul von 1944 bis 1947 eine Malerlehre. Von 1948 bis 1951 erhielt er ein Stipendium der Malerinnung an der Werkkunstschule Wuppertal und war Schüler von Professor Ernst Oberhoff. Dann wurde er Mitarbeiter von Professor Willi Baumeister. Der Studienzweig war Angewandte Malerei mit Abschluss als graduierter Designer.
Nach der Meisterprüfung im Malerhandwerk 1953 leitete Friedrich Paul von 1954 bis 1994 einen Malerbetrieb. Ab 1986 war er Dozent für Farbe und Gestaltung bei der Handwerkskammer Düsseldorf.

Friedrich Paul nahm sich den nötigen Raum für ehrenamtliche Aktivitäten. Er war Archivar des Bürgervereins Langerfeld, dessen wichtige Stütze er war. Das traf auch für die Bleichergruppe zu, mit der er noch kurz vor seinem Tod am 13. Juni 2010 das Heckinghauser Bleicherfest eröffnet. Für sein Wirken ernannte ihn der Bürgerverein Langerfeld zum Ehrenmitglied und zeichnete Friedrich Paul mit der „Goldenen Spule“ aus. Paul Bockmühl, Garnmeister der Bleichergruppe im Langerfelder Bürgerverein: „Wir sind sehr traurig und trauern mit vielen Bewohnern des Wuppertaler Ostens. Unser wandelndes Archiv organisierte Ausstellungen in der Stadtteilbibliothek, hat in maßgeblicher Weise das kleine Heimatmuseum in seinem Wohnhaus an der Langerfelder Straße 134 betreut und war zeitweise stellvertretender Vorsitzender.“ Der passionierte Maler und Zeichner wird in zahlreichen Bildern in Erinnerung bleiben. Viele seiner Motive fand er im Wuppertaler Osten, und, wann immer es um seinen Stadtteil Langerfeld ging, engagierte er sich mit Leidenschaft. Zum Jubiläum „200 Jahre Stadt Barmen“ repräsentierte er den Langerfelder Akzent.

Friedrich Paul war auch ein politischer Mensch, der sich als liberal bezeichnete und deshalb in der FDP beheimatet war. Von 1999 bis 2010 vertrat er die Interessen der Bürgerinnen und Bürger in der Bezirksvertretung Langerfeld-Beyenburg und war von 2000 bis 2004 im Denkmalpflegeausschuss und im Gestaltungsbeirat der Stadt aktiv. Marcel Hafke, Jörn Suika und Tobias Wierzba erinnerten in ihrem Nachruf, dass Paul 2000 Mitglied der Freidemokratischen Partei geworden ist und sich als Vorsitzender des Ortsverbandes Langerfeld-Beyenburg engagierte. „Sein ganz besonderes Engagement galt seinem Stadtteil Langerfeld. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.“
 

 


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