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Geschichtsverein ist Klammer für das Bergische Land

Kompetenz in Sachen Landes- und Stadtgeschichte
(kgc). Die Geschäftsstelle des Bergischen Geschichtsvereins war bis zur Pensionierung des Direktors Dr. Uwe Eckardt vor zwei Jahren im Stadtarchiv an der Friedrich-Engels-Allee beheimatet. Das war auch eine Würdigung des Gründungsortes des BGV 1863 in Elberfeld. Zum Umzug nach Solingen erklärt Dr. Sigrid Lekebusch, Vorsitzende der Wuppertaler BGV-Abteilung: „In der Klingenstadt ist unsere Gesamtvereinsvorsitzende Dr. Beate Battenfeld zuhause. Unser Stadtarchiv ist aufgrund der Personalknappheit und neuer Aufgaben nicht in der Lage, weiterhin für den Verein zu arbeiten. Dies tut uns sehr leid.“

Nach der Mitgliederzahl beurteilt ist Wuppertal die größte von 14 Abteilungen im Bergischen Geschichtsverein, der mit rund 3.800 Mitgliedern größter Verein seiner Art in Deutschland ist. Im Verhältnis zur Mitgliederzahl ist der Wuppertaler Einfluss relativ gering. Allerdings kommt in Hans Joachim de Bruyn-Ouboter der für Stadtbilder und Denkmäler im Bergischen Land zuständige ehrenamtliche Referent aus der Barmer Südstadt.
Weil manche BGV-Abteilungen eine große Mitgliederversammlung nicht organisieren können, fiel vor einigen Jahren die Entscheidung für Delegiertenversammlungen. Für je 100 Mitglieder bekommt eine Lokalabteilung einen Sitz, zuzüglich des Vorsitzenden. Das jüngste Treffen wurde durch die Abteilung Leverkusen-Niederwupper im Wasserschloss Haus Graven ausgerichtet. Mit der bis Juni dauernden Ausstellung zu Leben und Werk des Wuppertaler Malers Ewald Platte ist das historische Gebäude jetzt als Begegnungsstätte für die Öffentlichkeit zugänglich.
2013 feiert der Bergische Geschichtsverein sein 150-jähriges Bestehen. „Vielleicht in der Historischen Stadthalle auf dem Johannisberg“, blickt Dr. Lekebusch voraus. Gegenwärtig arbeiten 40 Historiker an der überarbeiteten Bergischen Geschichte, die in zwei Bänden veröffentlicht werden soll.
Alle Amtsträger im Bergischen Geschichtsverein arbeiten ehrenamtlich und unentgeltlich. Ohne die vielen fleißigen Köpfe wäre die praktische Erforschung und Bewahrung der Geschichte in Wort und Bild nicht möglich. Für besondere Verdienste hat der BGV die Crecelius-Medaille in diesem Jahr dem früheren Wuppertaler Stadtarchiv-Direktor Dr. Uwe Eckardt verliehen. Wichtiger war, dass der Cronenberger ehrenamtlich Geschäftsstelle und Vereinsarchiv betreut hat und langjähriger Schriftführer des Gesamtvereins war. Dr. Beate Battenfeld: „Er hat mit vielen Aufsätzen und eigenständigen Publikationen wichtige und interessante Zusammenhänge der Ortsgeschichte und der Geschichte des Bergischen Landes aufgezeigt. Einige Jahrzehnte hat er die Vereinsschrift „Romerike Berge“ mit gestaltet und herausgegeben.“ Während der Gesamtverein noch die Schriften „Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins“ und „Bergische Forschungen“ heraus gibt und im September den „Tag der Bergischen Geschichte“ ausrichtet, steuert die Abteilung Wuppertal das Jahresheft „Geschichte im Wuppertal“ bei. Dr. Sigrid Lekebusch: „Das sind Werte, die einen Jahresbeitrag übersteigen.“
Weitere Informationen gibt es online im Internet: www.bgv-gesamtverein.de; www.bgv-wuppertal.de

Foto: Conrads
Die Laudatio zur Verleihung der Crecelius-Medaille an Ehrenmitglied Dr. Uwe Eckardt (r.) hielt Professor Dr. Klaus Goebel (l.). Dr. Beate Battenfeld (M.) nahm die Ehrung vor.

 

 


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