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Chronik Bis 1799


Datum Ereignis
Um 700 Die Besiedlung des Wupperlandes – nach neueren Forschungen vom Fronhof in Schwelm ausgehend – beginnt. Spuren der Franken haben sich in Dialekt und Flurnamen erhalten. Auf -inghausen endende Orte, z.B. Wichling- und Heckinghausen, im Bergischen Land sind laut Forscher Dittmaier der (geringen) sächsischen Siedlungsbewegung (Landnahme) zuzurechnen.
Um 800 In altsächsischer Zeit sollen (nach vorsichtiger Vermutung von Walter Dietz) Heckinghausen und Wichlinghausen wichtige Siedlungen im Raum Barmen (Barmon) gewesen sein.
800-900 Während der Zeit der Landnahme schlagen Siedler Rodungsinseln in die Wälder und bevorzugen Quellmuldenlagen. Diese Rodungsinseln dehnen sich in der Landesausbauzeit (bis 1100) weiter aus.
900-1702 (Ober-) Barmer Siedler müssen zum Sonntagsgottesdienst zur Kirche nach Schwelm ziehen, bis in der Gemarke eine eigene (reformierte) Gemeinde gegründet wird.
Um 1050 Erste Erwähnung des Hofes Einern: Bunikin, Fronhofsverwalter der Abtei Werden, verzeichnet Abgaben und Dienste der Oberhöfe Einern (Enhere) und Kalkofen.
00.00.1070 Im Heberegister, auch Abgabenverzeichnis genannt, des Klosters (Essen-) Werden an der Ruhr wird "de Barmon" erwähnt, das nach neueren Forschungen bei Hiddinghausen zu lokalisieren ist!
11. Jahrh. Abbo von Einern (Eneri) entrichtet dem Fronhof Halver der Abtei Werden eine Abgabe.
Um 1150 Der Verwalter der Oberhöfe Einern (Enere) und Kalkofen verzeichnet die Abgaben und Dienste dieser beiden Höfe und die Abgaben einzelner Höriger des Hofes Einern.
Um 1150 Erste Erwähnung der Güter Bruch und Haarhausen: Reincecco im Bruch (Bruoke) und Eggihard von Haarhausen (Horehuson) entrichten dem Werdener Oberhof Schöpplenberg Abgaben in Form von Arbeitsgeräten.
Um 1220 Graf Friedrich von Altena-Isenberg erwähnt 6 Güter in und bei Bracken (Braken) als Zubehör des Fronhofs Nienhausen des Damenstifts Essen die seiner Vogtei unterstehen.
00.00.1245 Graf Ludwig von Ravensberg verkauft die Güter "in dem Barmen" an Heinrich von Limburg-Berg. Nach jüngeren Forschungen erstmalige Erwähnung. Barmer "Höfe", auch Adelshöfe, an der Nordost-Wupperbeuge aktenkundig, deren Bauten meist auf Massenkalkstein errichtet sind. In Handelsbüchern zweier Klöster in Brabant in niederfränkischer Sprache sind "Ridderhoff to Kimnah (Kemna)" und "Ridderhoff to Ruwendael (Rauental)" erwähnt.
00.00.1265 Graf Engelbert I. von der Mark verkauft der Abtei Werden Leibeigene (Zinspflichtige), darunter in Einern (Eynere) die Frau des Ludwig.
00.00.1307 Erste Erwähnung des Hofes Möddinghofe: Nyvelungus, Ritter und Herr von Hardenberg, und seine Söhne Hermannus und Henricus verkaufen das Gut Möddinghofe (Muodinchove) an das Kloster Gevelsberg.
00.00.1310 Erste Erwähnung des Hofes Ecksteinsloh: Rutger von Wickrath, Kanoniker des Victor-Stifts in Xanten, gibt den Hof "zeym Lo" im Kirchspiel Schwelm dem Ritter Gottschalk gen. Moyre in Leibzucht.
00.00.1324 Nach Erstürmung des kurkölnischen Volmarstein fallen die landesherrlichen Hoheitsrechte im Bereich des Gogerichts Schwelm, und damit auch des Nächstebrecker Raumes, den Grafen von der Mark zu. Nächstebreck gehört bis 1808 als Teil des Gogerichts Schwelm zur Grafschaft Mark, die 1614 auf dem Erbweg in den Besitz der Kurfürsten von Brandenburg und späteren Könige von Preußen gelangt.
00.00.1332 Einige Höfe und Kotten des Damenstifts Essen, die dem Fronhof Nienhausen und dem Schulten von Ückendorf Abgaben entrichten, werden erwähnt: Berg, Busch, Weuste, Haarhausen, Braken u.a.
00.00.1336 In der Nähe des späteren Alten Marktes gibt es eine herrschaftliche Mühle. Der Mühlengraben, möglicherweise zunächst ein toter Arm der Wupper oder "Altwasser", die von Überschwemmungen blieben, fördert das Wasser durch die Ableitung aus der Wupper in Wupperfeld (Pfalz, Pfälzer Steg), vorbei an den Höfen Bredde, Schüren/Scheuren, Werth, heran. Die Entstehung des Mühlengrabens lässt sich urkundlich nicht nachweisen. Der Graben in seiner ganzen Länge ist wohl künstlich. Zwischen Altarm/Graben und Wupper: Werth.
00.00.1350 Erste Erwähnung der Höfe Blumenroth und Uhlenbruch. Sie entrichten Abgaben an das Kloster Gevelsberg. Die Abtei Werden bittet ihren Vogt, den Grafen von Mark, um Hilfe gegen Ritter Gottschalk von Berchem, der den Hof Einern besetzt hält.
Um 1350 Das Gebiet Unterbarmen, Gemarke, Heckinghausen, Rittershausen, Wichlinghausen gehört ab der Ämtereinteilung im Bergischen Land zum Amt Beyenburg. Der Bereich östlich der Gemarke, für den sich der Name Oberbarmen durchsetzt, gehörte zuvor zur Grafschaft Mark, wurde aber durch das Vordringen der bergischen Herrschaft, auch durch den Ausbau landesherrlicher Funktionen, stillschweigend vereinnahmt. Urkunden über die Abtretung sind nicht vorhanden.
00.00.1352 Erste Erwähnung des Waldes Sundern bei Einern. Er wird als Weideland frei gegeben.
00.00.1361 Erste Erwähnung des Hofes Mählersbeck. Er entrichtet Abgaben an den Werdener Oberhof Einern.
00.00.1362 Erste Erwähnung des Hofes Heide.
00.00.1380 Die Grafschaft Berg wird zum Herzogtum erhoben.
00.00.1397 Erste Erwähnung des Hofes Ellinghausen, der Abgaben an den Schulten von Einern entrichtet.
00.00.1466 Aus der Beyenburger Amtsrechnung: Höfe und Kotten der "Freiheit Barmen" (von Westen nach Osten) tragen die Namen Bredde (Brette), Wupperhof, Wülf(f)ing, Winkelmann, Krühbusch, Fettehenne, Rittershof (Riddershoff = Flurname "van des Ridders Hus", Rittershaus, bäuerlicher Versorgungshof für die Rittersitze), Rauental. Zur besseren Begriffsbestimmung: Die alte Raumbezeichnung Unterbarmen reichte von Wupperfeld bis Loh, Oberbarmen, die ehemalige Wülffinger Rotte, vom Stennert bis zur Kemna (Sattelgut Kimnah, Ecke Berliner-/ Langobardenstraße).
00.00.1472 Eröffnung des Beyenburger Hotels „Porta Westfalica“.
00.00.1496 Die Länder Kleve-Jülich-Berg-Mark fallen durch die Klever Union zusammen. Später, durch den Vergleich von Xanten, fällt Berg an Pfalz-Neuburg und die Mark an Brandenburg/Preußen.
00.00.1500 Grundherrschaftliche Hofgerichte in Barmen: Im Bergischen gibt es den Oberhof Dörnen; im Märkischen den Oberhof Wichlinghausen. Es gibt außerdem Landesherrschaften.
Um 12.11.1500 Der 12. November ist dem Heiligen Kunibert gewidmet. Am folgenden Werktag hält der geschworene Hofesmann den jährlichen Gerichtstag in der Gemarke ab. Die Teilnahme ist Pflicht.
29.04.1527 Herzog Johann von Jülich, Berg, Kleve und Mark, verleiht Barmer und Elberfelder Bleichern das Privileg der "Garnnahrung".
00.00.1580 Franz Heckinghaus wird an der Bredde ansässig und verkauft Gut/Hof Bockmühlen an Johann Rittershaus. Johann Bredt folgt ihm als Besitzer.
00.00.1600 Familie Heckinghaus hat Grundbesitz auf Rittershausen.
00.00.1606 Garnmeister machen Kontrollgänge durch Bleichereien im Wuppertal.
00.00.1609 Caspar Rittershausen siedelt nach Barmen um und heiratet Anna Rittershaus, Tochter von Hans Rittershaus. Sohn Reinhard d. Jüng., Bandfabrikant, Bleicher und Garnhändler, erwirbt den gesamten Besitz Bockmühlen.
00.00.1621 Der Kaufmann, Bleicher und Schöffe des Barmer Hofgerichtes, Johannes Bredt, ist Eigentümer des Hofes Bredde und heiratet Christina Karsch. Der erste bedeutende Garnbleicher in der Familie Bredt und Stammvater aller späteren Bredt in Wuppertal und seine Frau erbten den Hof Bockmühl, den Johann Karsch 1619 von den Erben Rittershaus erworben hatte. Die beiden reichen Bleichergüter Bredde und Bockmühl liegen in einer Hand.
00.00.1625 Barmen wird von Räuberbanden überfallen und gebrandschatzt.
00.00.1633 Johann Peter Bredt (+1684) wird geboren und ist Erbe des Bredder Hofes auf Wupperfeld.
00.00.1634 Barmen wird in Rotten abgeteilt. Zur Wülfinger Rotte gehört auch Rittershausen.
00.00.1641 Zu den abgabenpflichtigen Barmern gehören Hermann ter Schuren, Hanß in der Bredden, Nolde bey der Wipper, Eckstein bey der Wipper, Arndt to Wulffynck, die vette henne und Ridderßhoff. Fast alle Rittershauser Höfe sind verwüstet.
00.00.1642 Neben der Werther gibt es in der Gemarke noch die Scheuriger Rotte, die sechs Häuser: Balthasar und Wichelhausens Gut zur Scheuren, das Johann Bredts und Ronstorfs Gut in der Bredde, das Johanns Gut im Kampe, und das Peters Haus am Schellenberg. Die Wülfinger Rotte von 100 Häusern enthält sieben Höfe: Ronstorfs Gut an der Wupper, Jaspars Gut zu Wülfing, Boltens Gut, Beekmanns Gut zu Wülfing, die Kimnah (Sattelhof), Peter Wuppermanns Gut im Krütbusch (Schreibweise J.P.Sonderland) und Wennemar Wuppermanns Gut. In Rittershausen gibt es fünf Höfe: die Güter von Peter Rittershausen, Conrad Klingholz, Engels Rittershausen, Engels und Johanns.
00.00.1642 Vom Sehlhof in der Barmer Südstadt stammt Johann Peter Sehlhoff ab, der auf dem geteilten Dieker Hof wohnt und als Schöffe erwähnt wird. Der Dieker Hof ist auf der Fläche zu lokalisieren, die ab 1879 für den Bau der Eisenbahnstrecke Wichlinghausen (Oberbarmen) – Nächstebreck gebraucht wird und auf der sich die Firmen Wuppermetall und Carl Paas & Sohn ansiedeln. Der Dieker Hof war einst im Besitz des Damenstiftes Essen.
Nach 1648 Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648), oder schon vorher, wird das östliche Dorf von Barmen auf niederdeutsch "Op Redderschhusen" und amtlich "Auf Rittershausen" genannt.
1655-1702 Die reformierten Oberbarmer gehören zur Reformierten Gemeinde Schwelm und gehen zum Teil zu Fuß, oder reisen mit Pferd und Wagen, zum sonntäglichen Gottesdienst in den östlichen Nachbarort.
00.00.1681 Der wohlhabende Bleicher und Kaufmann Peter Wuppermann ist gestorben.
00.00.1682 Patres vom Jesuitenorden halten in einem Haus auf der Gemarke Gottesdienst. Damit beginnt das katholische Leben in Barmen. Erwähnt sind 15 katholische Familien, die bisher nach Elberfeld oder Schwelm gehörten.
00.00.1695 Der Bleicher und Garnkaufmann Peter Wuppermann (1667-1717), der fünfte seines Namens im Geschlecht Wuppermann, heiratet Catharina Bemberg (1674-1734) vom Hof Bemberg bei Hattingen, Tochter eines Großbauern und Weinhändlers. Später folgen weitere familiäre Verbindungen beider Familien.
00.00.1698 In Barmen wohnen 2.134 Menschen.
00.00.1699 Patres des Franziskaner-Ordens aus Hardenberg-Neviges übernehmen von den Jesuiten die Barmer Missionsstation.
00.00.1700 In Barmen werden 2.150 Einwohner gezählt.
00.00.1702 Die Barmer Reformierten erhalten die Erlaubnis zur vollen Religionsausübung und bauen 1710-14 die erste Gemarker Kirche.
1705-1706 Die herzogliche Regierung verkauft gemeinen Wald an Barmer Einwohner, darunter aus dem Raum Oberbarmen an die Kotten-Besitzer in der Bredde (Brett) und zur Scheuren (Schüren). Weitere Höfe: Rittershausen, Klingholz Hof zur Kimnah (Kemna), Kimnah und Beeckmann, Peter Beckmann zu Wülfing, Peter Wuppermann bei der Wupper, Engel Rittershaus und Zustand.
30.05.1708 Grundsteinlegung zur ersten Antoniuskirche am Alten Markt, neben dem Mühlengraben. Kurfürst Jan Wellem aus Düsseldorf hat den Bauplatz, Baumatrial und Geld gestiftet. Es werden sieben Katholiken als Pfarrmitglieder genannt.. Die Pfarrei reicht von der Haspeler Brücke bis zur Brücke in Heckinghausen. Seelsorglich wird die Kirche bis 1804 von der Franziskanermission Neviges betreut.
00.00.1710 Baubeginn für die Evangelisch-Reformierte Kirche Gemarke.
00.00.1714 Fertigstellung der Evangelisch-Reformierten Kirche Gemarke.
24.05.1721 Pater Matthäus Hase feiert in der Antoniuskirche die erste Heilige Messe. Schon 1708 war der Grundstein gelegt worden, aber erst nach langer Unterbrechung war die Vollendung des Kirchbaus möglich.
00.00.1726 Pater Kunibert Roggenbach baut zwischen Antoniuskirche und Mühlengraben ein Wohnhaus, das als "Paters Haus" bis 1934 stand und das kleinste Haus in Barmen war.
00.00.1730 Nutzung des Grundstücks der heutigen Antoniuskirche als katholischer Friedhof.
00.00.1738 In einem Stadtplan von der Gemarke wird der ‚Weg nach der Mühlen, so weiter hinauf ins Oberbarmen gehet‘ genannt. Er entspricht dem heutigen Straßenzug Mühlenweg – Bredde – Berliner Straße. Vor dem Bau des Bahnhofes Rittershausen haben sich dort nur eine Furt und ein Fußgängersteg über die Wupper befunden, der den Fluss etwa dort überquerte, wo heute das Rauental in die Langerfelder Straße einmündet. Die Geländeaufschüttung stammt aus der Zeit, als die Heckinghauser Eisenbahnstrecke angelegt wurde.
11.06.1744 Prediger Peter Wülfing erhält die Erlaubnis zur evangelisch-lutherischen Religionsausübung in Wichlinghausen und Wupperfeld. Nach Gründung der Lutherischen Gemeinde Wichlinghausen bekommen die an der Peripherie gelegenen Wupperfelder wegen ihrer Abtrennungsbemühungen von den Wichlinghausern den Schimpfnamen "Wupperströmer". Erst 1777 sind diese Bemühungen, mit Unterstützung durch die lutherischen Gemarker, Heckinghauser und Rittershauser, um eine eigene Gemeinde erfolgreich.
00.00.1747 In Barmen wohnen 3.790 Menschen, davon bekennen sich 350 zum katholischen Glauben.
00.00.1750 Die 18 Fuß breite Landstraße von der Gemarke ins Märkische wird vom Werth bis hinter die Rittershauser Grenze gebaut.
00.00.1753 Für Kohlenfuhren wird ein neuer mit Steinen belegter Weg von Wichlinghausen nach Wülfing angelegt. Den Mühlengraben an der Pfalz überspannt zur Bequemlichkeit der Fuhrleute eine mit Steinen belegte Brücke, die bei einem Hochwasser fortgespült wird.
00.00.1753 Am Fest des Heiligen Antonius zieht die erste Sakramentsprozession durch Barmen. Gregor Linden wird als Lehrer angestellt. Damit beginnt der regelmäßige katholische Schulunterricht in Barmen.
00.00.1755 Die Katholiken beginnen mit der Planung einer größeren Antoniuskirche am Standort der heutigen Kirche.
00.00.1763 Die Franziskaner-Patres bauen ein "Missionshaus". Teile der Kellergewölbe sind im heutigen Pfarrhaus St. Antonius im Unterdörnen 137 erhalten.
00.00.1769 Wasserburg Ruwendahl (Rauental) ist total verfallen.
00.00.1774 Aufschwung im Bleichereigewerbe: 1690 2.400 Zentner Garn, 1774 schon 4.000 Zentner, 1790 6.000 Zentner.
00.00.1775 Friedrich Engels sen. lässt das später als Stadtmuseum genutzte Wohnhaus im Bruch errichten.
00.00.1775 Nachdem die 1723 erbaute hölzerne Brücke zwischen Rauental und Heckinghausen vom Eisgang der Wupper wieder einmal beschädigt wurde, entschließen sich die Bleicher und benachbarten Hofesbesitzer Rittershaus und Beckmann (Hof unter der heutigen Eisenbahnbrücke an der Bockmühle, Fabrik Bemberg/Enka/Akzo), eine steinerne, formschöne, buckelartige Brücke oberhalb der Rauentaler Mühle zu errichten. Die heute älteste Wupperbrücke war Grenzstation zwischen den Grafschaften Berg und Mark und Brückengeld muss bis in das 20. Jahrhundert entrichtet werden. Der Brückenbau kostete 7.780 Taler, das Brückenhäuschen 850 Taler.
31.03.1778 Gründung der Lutherischen Gemeinde Wupperfeld.
03.03.1782 Johannes Schuchard, entschiedener Gegner der Kinderarbeit und Vorkämpfer des Jugendschutzes, in Barmen geboren.
00.00.1787 Zollhaus auf der Wupperbrücke, die die Grenze zwischen preußischer Grafschaft Mark und kurpfälzischem Herzogtum Berg bildet, errichtet.
00.00.1790 Der Barmer Textilunternehmer Philipp Barthels lässt das Wohnhaus Berliner Straße 100 bauen (1963 Translozierung zur Friedrich-Engels-Allee 384).
00.00.1792 In Barmen wohnen fast 11.000 Menschen, davon bekennen sich 800 zum katholischen Glauben.
06.09.1795 Im Revolutionskrieg 1795 überqueren die Franzosen den Rhein und bewegen sich auf der alten Heer- und Handelsstraße, die weitgehend die heutige Bundesstraße 7 folgt, über Mettmann und Elberfeld nach Barmen vorwärts. Französische Truppen und preußische Feldjäger, die der preußischen Armee auf dem Rückzug Rückendeckung gewähren, stoßen am Abend in Rittershausen, an der bergisch-preußischen Grenze, zusammen. Die Bürger von Rittershausen lassen sich alle Kriegsschäden von den Armeen unter Graf Erbach bezahlen, ehe sie die einrückenden Franzosen nach Schwelm durchziehen lassen.
09.09.1795 Die französischen Truppen besetzen die Heckinghauser Wupperbrücke und stellen Soldaten neben die preußischen Brückenposten.
00.00.1799 In einer ‚wehrkundlichen Beschreibung des Bergischen Landes‘ steht: "Neben Rittershausen liegt im Grunde an der Wupper das Dorf Heckinghausen, wo eine schöne steinerne Brücke (von 1775) über die Wupper ist."

Chronik 1800 – 1899


Datum Ereignis
Um 1800 Einer der Wege, auf denen Kohle mit Pferdefuhrwerken (Kohletreibern) von Sprockhövel, Haßlinghausen und Herzkamp nach Cronenberg, Remscheid und Solingen transportiert wird, führt über Schmiede-, Wittener Straße, Hottenstein, Löhrerlen, Kohlenstraße nach Langerfeld.
Um 1800 Die ersten Naturbleichen werden von chemischen Fixbleichen abgelöst.
00.00.1800 Spitzen- und Kattunwirker Johann Franz Wessel Duisberg (1774-1826) wohnt in Wupperfeld und heiratet Maria Catharina Steinbrink aus Barmen. Seine neun Kinder begründen Familien und Handwerksbetriebe in Barmer Stadtteilen. Berühmtester Nachfahre ist Prof. Dr. Carl Duisberg, der als Wirtschaftsführer (Bayer) Geschichte schrieb.
29.10.1800 Tradition der Bleicherei ("Garnnahrung"): Am St. Margareten-Tag werden die aufsichtführenden Garnmeister gewählt und die Bleicherknechte und -mägde vereidigt.
00.00.1801 Bürgergesellschaft "Concordia" gegründet. Gegenüber vom Barmer (Wuppertaler) Rathaus entsteht am Werth später ein prächtiges Gesellschaftshaus.
00.00.1803 "Reichsdeputationshauptschluss", mit Auflösung der Klöster in Deutschland endet auch die "Barmer Mission" der Franziskaner. Bis 1804 bleiben sie noch in Barmen.
00.00.1804 Nach dem Ende der "Missio Barmensis" entsteht die erste katholische, kanonische Pfarrgemeinde St. Antonius in Barmen und wird von weltlichen Priestern geleitet. Der erste Pfarrer Johann Jakob Waldhausen amtiert bis 1820.
00.00.1805 Bau einer katholischen Schule in Barmen. Dazu wird ein Lehrer eingestellt.
00.10.1807 Aufgrund eines großherzoglichen Dekretes von Joachim Murat, dem Schwager Napoleons, werden ab 1808 alle Orte mit mehr als 5.000 Einwohnern zu Städten erklärt. In Barmen (Einwohnerzahl 1807 14.304) können nur Gemarke und Wupperfeld als Flecken kleinstädtischen Gepräges bezeichnet werden. Kaufleute und Fabrikanten stellen den ersten Stadtrat. Rittershausen ist ein Dorf. Die Wupperfelder Gemeinde registriert 3.854 Seelen, zu denen Männer, Frauen, Söhne, Töchter, Knechte und Mägde u.a. aus den Wupperfelder, Scheuriger und Rittershauser Rotten gehören.
00.00.1808 Ende des Kurfürstentums Bayern und dessen Landesteil Berg. Neue politische und Verwaltungsverhältnisse.
03.02.1808 Mit der ersten Versammlung wird nicht nur die Munizipalverwaltung eingeführt, sondern beginnt die Geschichte der "Stadt" (bisher "Freiheit") Barmen. Direktor wird Carl Bredt.
16.07.1808 Neubau einer Brücke über den Mühlengraben an der Pfalz beschlossen und später ausgeführt.
00.00.1810 16.000 Menschen leben in Barmen, davon sind 1.600 katholische Christen.
00.00.1811 Die Barmer formulieren eine Grußadresse an ihren Landesfürsten Kaiser Napoleon, die jedoch nie abgeschickt wird: "Barmen besteht aus den Flecken Gemarke und Wupperfeld, den Dörfern Wichlinghausen, Heckinghausen und Rittershausen."
02.05.1812 In Erkrath wird Peter Meisloch geboren, der von 1843 bis 1896 Pfarrer der Katholischen Kirchengemeinde St. Antonius ist.
00.00.1815 Das Bergische Land und die Mark werden durch den Wiener Kongreß preußisch.
15.05.1815 Erbhuldigungseid an den König von Preußen durch Oberbürgermeister Brüninghausen.
1815-1816 "Nach den Preußen kommt die Hungersnot…" (Not als preußische Tugend…).
00.10.1816 Laut Chronik der Evangelischen Gemeinde Wupperfeld "ist wegen der überaus nassen Witterung, Missernten und schwieriger wirtschaftlicher Lage die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln sehr schlecht. Es wird beschlossen, ein Magazin Erdäpfel anzulegen."
21.10.1816 Das Betteln längs der Türen nimmt überhand. Die Wupperfelder und Gemarker Kirchengemeinden wollen einen "Bettel-Vogt" oder "Armen-Vögte" ernennen.
00.00.1820 In Barmen werden 19.751 Einwohner gezählt.
00.00.1820 Pfarrer Alexander Gellermann folgt Johann Jakob Waldhausen in St. Antonius.
10.10.1821 Friedrich Wes(t)kott, Mitbegründer der Bayer-Werke in Barmen geboren.
00.00.1822 Laut zeitgenössischem Reiseführer verdient der terrassierte Wuppermann’sche Garten am Mühlenweg einen Besuch.
01.05.1822 Gründung der Vereinigt-evangelischen Kirchengemeinde Unterbarmen.
05.05.1822 Die Vereinigt-Evangelische Kirchengemeinde Unterbarmen weiht ihren ersten Friedhof ein, der später sechsmal erweitert wird, zuletzt 1914. Auf 16,12 Hektar Fläche gibt es eine Kapazität von 36.000 Grabstätten.
00.00.1823 Spinnereibesitzer Oberempt richtet Rauentaler Fabrikschule ein.
1825-1826 Katholiken errichten im klassischen Stil eine neue, von Adolf von Vadeges geplante Kirche, die zweite Antoniuskirche. Der Standort liegt gegenüber und in der Achse des Hauses von Bredt-Rübel. Die Gemeinde zählt 2.000 Katholiken.
00.00.1825 Es wird ein katholischer Friedhof auf dem Gelände des heutigen Spielplatzes gegenüber der Kindertagesstätte Zur Dörner Brücke errichtet.
01.04.1825 Gründung des Frauenvereins der Evangelischen Kirchengemeinde Wichlinghausen.
06.06.1825 Friedrich Bayer sen., Gründer der Farbenfabrik, in Barmen geboren.
11.07.1825 Eröffnung der Barmer Missionsschule.
00.00.1826 Im Tal der Wupper findet die Urvermessung statt.
00.00.1826 Die Talstraße von Elberfeld durch die Gemarke nach Oberbarmen wird eröffnet.
00.00.1826 Johann Josef Süß wird Pfarrer an St. Antonius in Barmen.
29.10.1826 Einsegnung der zweiten Antoniuskirche, die an Stelle der heutigen, dritten Kirche stand. 1870 im gotischen Stil erweitert, 1943 beschädigt, fand der Abriss 1968 statt.
10.04.1827 Johann Peter Vorwerk gründet Vorwerk & Sohn in Barmen-Wupperfeld. Firmensitz im Kohlgarten.
01.05.1827 Gründung der Tapetenfabrik Erfurt & Sohn in Beyenburg.
01.10.1827 Nach der preußischen Schulordnung wird der Schulbesuch von allen Kindern vom 6. Lebensjahr bis zur Konfirmation verlangt.
02.08.1828 Grundsteinlegung zur künftigen evangelisch-lutherischen Hauptkirche.
23.09.1828 Gründung der Rheinischen Mission durch Zusammenschluss der Missionsgesellschaften Barmen, Elberfeld und Köln.
25.08.1829 Gründung der Textilwerke Barthels Feldhoff auf dem Gelände des früheren Wupperhofes der Familie Wuppermann in Oberbarmen.
21.11.1829 Gründung der Barmer Gesellschaft "Union".
00.02.1830 Gründung der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Langerfeld.
19.06.1830 Gründung der Handelskammer Barmen/Elberfeld.
17.01.1831 Gründung der (ersten) Handelskammer zu Elberfeld und Barmen.
00.10.1832 Bezug des neuen Schulgebäudes der evangelischen Volksschule an der Wichlinghauser Schulstraße.
24.10.1832 Einweihung der Hauptkirche der Vereinigt-evangelischen Gemeinde Unterbarmen.
25.10.1832 Einweihung des Barmer Missionshauses an der Rudolfstraße.
00.00.1833 Die Arbeitszeit von Kindern beträgt oft 12 Stunden, und von 100 Kindern besuchen nur 79 die Schule, obwohl die Schulordnung von 1827 Schulpflicht vorschreibt.
09.10.1833 Eugen Langen, Erfinder der Schwebebahn, in Köln geboren.
00.00.1834 Johann Anton Friedrich Baudri wird Pfarrer der Katholischen Gemeinde St. Antonius. Baudri wird 1843 Generalvikar und Weihbischof in Köln und spielt in dieser Funktion bis zu seinem Tod 1893 eine bedeutende Rolle in der katholischen Kirche Deutschlands.
03.04.1834 Emil Rittershaus, später als Schriftsteller bekannt, wird in Barmen geboren. Damals berühmter Spross des Geschlechtes Rittershaus, dem Rittershausen seinen Namen verdankt.
00.00.1837 "Unter-Barmen" und "Mittel-Barmen" in Plänen erwähnt.
00.00.1837 Kinder im Alter ab fünf Jahren arbeiten in der Regel täglich dreizehn Stunden im Textilgewerbe.
00.00.1840 Die Landstraßen von Oberbarmen nach Witten und (RS-) Lennep werden eröffnet.
00.00.1841 Johannes Büddeker stiftet einen neubarocken Taufstein für die katholische Antoniuskirche, der sich noch im Jahr 2006 in der dritten Antoniuskirche befindet.
00.00.1842 Das Unternehmen Erbslöh (später Aluminium-Produktion) wird in Wupperfeld gegründet.
01.07.1842 Die Lutherische Gemeinde Wupperfeld weiht ihren zweiten Friedhof an der Brändströmstraße (Heckinghauser Straße) ein. Weil die Leichenwagen den Fluss überqueren müssen, erhält das Bauwerk den Namen "Totenbrückchen" (Volksmund: Dodenbräu). Der im 20. Jahrhundert damit in Verbindung gebrachte Spruch vom "über die Wupper gehen" beschreibt eindeutig die Flucht junger Männer aus dem Königreich Preußen in das Bergische, um dem Militärdienst zu entgehen. Sie heiraten meist in Oberbarmer Familien ein und finden gut bezahlte Arbeit.
00.07.1842 Gründungen: Gesellschaft der Aktienzeichner in Berg & Mark; an der Elberfelder Linie, zur Weiterführung von Cöln nach Minden; Rheinisch-Westfälische Eisenbahngesellschaft.
00.00.1843 Julius und August Erbslöh gründen eine Fabrik für Edel- und Schwermetallverarbeitung und legen ab 1889 den Grundstein für den Erfolg des Leichtmetalls Aluminium.
00.00.1843 Pfarrer Johann Anton Friedrich Baudri geht als Generalvikar und Weihbischof nach Köln. Peter Meisloch wird Pfarrer in Barmen und leitet die katholische Gemeinde mit ihren rund 4.000 Mitgliedern 53 Jahre lang, bis zu seinem Tod im Jahre 1896. Dann zählte die Gemeinde über 20.000 Katholiken.
18.-19.10.1843 Gründung Bergisch-Märkische Eisenbahngesellschaft.
00.00.1844 Gründung der Gebr. Bocks GmbH, Fachgroßhandlung für Sanitär und Heizung.
00.05.1844 Eröffnung einer Webschule des Vereins für Kunst und Gewerbe in Barmen.
12.07.1844 Königliche Konzession für Eisenbahnstrecke Elberfeld – Dortmund.
1846-1850 Bau der Bahnhöfe Döppersberg, Barmen, Rittershausen (Oberbarmen, 1845/46), Schwelm, Gevelsberg, Hagen.
00.00.1847 Auf Duisbergs Wiese, nahe der Bürger- bzw. Werther Brücke gelegen, gibt es einen Turnplatz. Ein Jahr zuvor ist der Barmer Turnverein (BTV) gegründet worden.
09.10.1847 Eröffnung der Eisenbahnstrecke Elberfeld – Schwelm (10,4 km) der Bergisch-Märkischen Eisenbahngesellschaft. Erster Personenzug fährt durch Barmen.
00.00.1848 Auf dem Fatlohberg (Eintrachtstraße) gibt es einen der ersten Turnplätze.
02.03.1848 Friedrich Staats sen., Verleger und Herausgeber der "Barmer Zeitung", in Barmen gestorben.
04.06.1848 Gründung des Barmer Metzgermeister-Vereins.
10.08.1848 Eduard Gustav Wittenstein, Unternehmer, in Barmen geboren.
24.08.1848 In Barmen wird die erste Gasbeleuchtung eingeschaltet.
14.09.1848 Johann Adolph Ibach, Gründer der Klavierfabrik, in Barmen gestorben.
08.10.1848 Jünglingsvereine schließen sich zum Rheinisch-Westfälischen Jünglingsbund, dem heutigen Westbund, zusammen.
28.12.1848 Einweihung der Bergisch-Märkischen Eisenbahn Elberfeld-Hagen-Witten-Dortmund unter Einschluss des Bahnhofs Rittershausen.
02.06.1849 Victor Richard Bredt, politischer Schriftsteller, in Barmen geboren.
00.09.1849 Gründung der Firma Martin Pliester, Bandweberei.
31.10.1849 Gründung des CVJM Oberbarmen und Wupperfeld.
Um 1850 Zwischen Werther Brücke und Pfälzer Steg beginnt die dichtere Bebauung. Das Wohngebiet erhält die Bezeichnung "Neustadt".
00.00.1850 Übergang vom Textilgewerbe zur fabrikmäßig organisierten Textilindustrie abgeschlossen. Barmen und Elberfeld bilden das erste industrielle Ballungsgebiet in Deutschland. Arbeiter in Färbereien sind wöchentlich 84 Stunden tätig.
00.00.1850 Die Landstraße von Oberbarmen nach Ronsdorf wird eröffnet.
23.01.1850 Hermann Ebbinghaus, Psychologe und Philosoph, in Barmen gestorben.
02.05.1851 Gründung der Firma Robert Zinn, Engels & Co., Kaltwalzwerk, in Barmen.
13.10.1851 Friedrich Bayer jun. in Barmen geboren.
00.00.1852 Gründung des Posaunenchores des CVJM Wupperfeld, des ersten Posaunenchors im Rheinland.
00.00.1852 Am 1. Fastensonntag ruft Pfarrer Meisloch in einer Predigt seine katholische Gemeinde zur Sorge um Arme auf. Der gegründete Sammelverein erwirbt ein Grundstück zwischen Leimbacher- und Carnaper Straße. Drei Morgen Land werden für ein Armenhaus abgetrennt und darauf wird das „Marienheim“ gebaut, dem später das Petrus-Krankenhaus folgt. Vier Morgen Land werden als Friedhof (an der Gustav-/Soldauer Straße) ausgewiesen, der 1980 aufgelassen wird. Damit war Ersatz für den ersten katholischen Begräbnisplatz in und um die Kirche am Steinweg geschaffen.
00.00.1852 Eröffnung eines für die Öffentlichkeit zugänglichen Lesezimmers im Elberfelder Rathaus; diese Einrichtung gilt als Beginn der Stadtbibliothek (s. auch 14.07.1902).
29.01.1852 Konstituierung der Synagogengemeinde Elberfeld-Barmen.
02.10.1852 Gründung der Bäckerinnung (in Barmen).
17.11.1852 Gründung der Baptistengemeinde in Barmen, die erste Baptistengemeinde in der preußischen Rheinprovinz.
14.06.1853 Adolf Vorwerk, Unternehmer und gemeinsam mit Albert Molineus Initiator der Barmer Bergbahn, in Barmen geboren.
26.12.1853 Wilhelm Dörpfeld, Sohn des Wupperfelder Hauptlehrers Friedrich Wilhelm Dörpfeld, später in Griechenland erfolgreicher Archäologe, in Barmen, im Schulhaus Bredde 67, geboren.
00.00.1854 Die Katholische Gemeinde St. Antonius gründet einen Gesellenverein, Basis der späteren Kolpingfamilie.
06.01.1854 Gründung des Barmer Kolpingvereins.
22.11.1854 Gründung der Freien evangelischen Gemeinde Elberfeld-Barmen.
10.12.1854 Gründung der evangelischen Kirchengemeinde in Beyenburg.
1855-1879 August Wilhelm Bredt ist ein bedeutender Bürgermeister der Stadt Barmen.
00.00.1855 Neueröffnung des Ausflugslokales "Elfriedenhöhe" in Barmen (Haarhausen).
13.01.1855 Johannes Schuchard, Sozialpolitiker und Vorkämpfer des Kinder- und Jugendschutzes, in Barmen gestorben.
24.03.1855 Albert Molineus, Unternehmer und Präsident der Handelskammer, in Barmen geboren.
23.04.1856 Einweihung des katholischen Armen- und Waisenhauses an der Carnaper Straße. Das von Schwestern des Ordens vom Heiligen Karl Borromäus aus Trier betreute "Marienheim" ist Vorläufer des Petrus-Krankenhauses.
25.06.1856 Albert Ursprung, Unternehmer, Mäzen und Wohltäter, in Barmen geboren.
28.09.1856 Einweihung der Eben-Ezer-Kapelle (heute: Köbners Kirche) der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Barmen in der Wartburgstraße.
06.11.1856 Eröffnung der evangelischen Volksschule an der Friedhofstraße in Wichlinghausen. Heute Nutzung als städtische Gemeinschaftsgrundschule.
00.00.1857 August Wilhelm Bredt wird zum Oberbürgermeister der Stadt Barmen ernannt. Unter seiner Amtsführung wird Barmen von der Landgemeinde zur Fabrikstadt. Zu Dienstbeginn hat Barmen 41.442 Einwohner.
00.00.1857 Kaplan Adolf Kolping besucht in Barmen den Gesellenverein, der drei Jahre zuvor gegründet wurde.
01.05.1857 Eröffnung der Buchhandlung Röder in Barmen. Die Ära endet 150 Jahre später, 2007, mit der Übergabe an die Mayersche Buchhandlung.
00.00.1858 150 Jahre nach Grundsteinlegung zur katholischen Antoniuskirche ist die erste bekannte Volksmission.
01.04.1858 Gründung der Adler-Brauerei Gustav Dierichs in Oberbarmen.
10.06.1858 Eröffnung einer Badeanstalt in der Stennert in Oberbarmen.
Um 1859 Färbereibesitzer Johann Friedrich Weskott, ein ‚Färber alten Schlages‘ mit Baumwollstrangfärberei an der Berliner Straße, und Farbenhändler Friedrich Bayer treffen sich häufig nach Feierabend im kleinen Gasthaus "Zur Pfalz" in Rittershausen und schmieden den Plan zur Gründung einer Farbenfabrik.
Um 1860 Mit dem Aufkommen dampfbetriebener Bandfabriken in den Städten gerät die ländliche Hausbandweberei ins Hintertreffen, weil die Produktivität zu gering ist und den Verlegern die Wege zu weit sind.
00.00.1860 In Barmen werden 46.215 Einwohner gezählt.
00.00.1860 Barmen scheidet aus dem Elberfelder Kreisverband aus und bildet einen besonderen Stadtkreis.
00.00.1861 Lateinschule und Realschule trennen sich. Es ist der Grundstein für Gymnasium und Realgymnasium.
22.03.1861 Einzug der "Wupperfelder Realschule II. Ordnung", eine Zweigstelle der "Barmer Realschule am Barmer Bahnhof, in das Gebäude Sternstraße 75; die Geburtsstunde des späteren Carl-Duisberg-Gymnasiums hat geschlagen und in gewisser Hinsicht auch die des späteren Gymnasiums am Kothen. Aufgrund von Elternprotesten wurde auch eine Mädchenklasse eingerichtet. (Eine geschichtliche Ungereimtheit konnte bisher nicht aufgeklärt werden: 1908 wurde das Gründungsdatum auf 01.01.1866 festgelegt, aber 1936 offiziell das 75jährige Schuljubiläum gefeiert.)
29.09.1861 Carl Duisberg, später Chemiker und Bayer-Unternehmensführer, erblickt in Barmen das Licht der Welt. Tod am 19.03.1935 in Leverkusen.
00.00.1862 Die Kindersterbekasse "Einheit", später in "Oberbarmer Sterbekasse" umbenannt, wird gegründet.
00.00.1862 In der Weskott’schen Färberei an der Berliner Straße 110 wird mit der Herstellung der ersten Anilinfarben begonnen. Dafür werden Küchenkochtöpfe und Eiweiß benötigt.
00.00.1862 Auf städtischem Gelände an der Mohrenstraße entsteht ein Gaswerk. Die Chronik spricht von Oberbarmen als Standort, weil es sich um den alten Grenzbereich zwischen Rittershausen und dem Dorf Heckinghausen handelt. 1866 Erweiterung durch Geländekauf, weitere Erweiterung bis 1893.
00.00.1863 Die Oberbarmer Gasanstalt wird in Heckinghausen eingerichtet.
00.00.1863 Die kommunale Polizei wird eingerichtet. Bis dahin gab es eine königliche Polizei für Barmen und Elberfeld mit einem gemeinsamen Polizeipräsidenten.
00.00.1863 Auf Betreiben von Oberbügermeister August Wilhelm Bredt werden höhere und niedere Gewerbeschulen gegründet.
00.00.1863 Oberbürgermeister August Wilhelm Bredt betreibt Arbeiterschutz. Es werden polizeilich kontrollierte Vor- und Nachmittagspausen eingeführt.
00.00.1863 Friedrich Bayer (1825-1880), Bandwirkersohn aus Wichlinghausen, und Friedrich Weskott gründen eine Farbenfabrik, aus der sich später die weltweit tätigen Farbenfabriken Bayer, zunächst mit ihrem Werk in Elberfeld, später mit Sitz und Hauptwerk in Leverkusen – heute Bayer AG – entwickeln werden.
00.00.1863 Gründung der höheren und niederen Gewerbeschule zur Fortbildung des Handwerkerstandes in Barmen, der Vorläuferin der Textilingenieurschule und Ingenieurschule für Maschinenbau an der später so genannten Gewerbeschulstraße auf dem Barmer Heidt.
07.08.1863 Trotz Gründung der Farbenfabriken Friedrich Bayer & Co. in Heckinghausen bleibt die Anilinfarbenproduktion zunächst in der Weskott’schen Färberei an der Berliner Straße in Rittershausen, während jenseits der Wupper, unweit der Alten Heckinghauser Brücke, Kontor und Lager angesiedelt werden. Nach Auflösung des eigenen Betriebes wendet sich Friedrich Weskott ganz der technischen Führung der Fuchsienfabrik Bayer zu.
00.00.1864 Gründung des Barmer Kunstvereins. Die stürmische Aufwärtsentwicklung durch die Industrialisierung ist nicht zu übersehen.
12.10.1864 Die Reformierte Gemeinde Barmen-Gemarke kauft von Julius Gauhe ein Grundstück zum Bau der Immanuelskirche.
08.12.1864 Gründung des Barmer Verschönerungsvereins zum Schutz der Grünflächen.
00.00.1865 Die später denkmalgeschützten Werkshallen der Spinnerei Bemberg werden errichtet.
00.00.1866 Choleraepidemie im Tal der Wupper.
00.00.1866 Oberbürgermerister August Wilhelm Bredt erhält die Befugnisse eines Landrates und Barmen ein eigenes Handelsgericht. Das Bankhaus Gebrüder Fischer wird von einem Komitee mit Oberbürgermeister August Wilhelm Bredt an der Spitze saniert.
00.00.1867 – 00.00.1869 Die katholische Antoniuskirche wird umgebaut und im neugotischen Stil erweitert. 9.000 Seelen zählt die Barmer Gemeinde. Da die Bevölkerung weiter wächst, werden in den folgenden Jahrzehnten neue Pfarren von St. Antonius abgetrennt: 1890 St. Johann Baptist, Oberbarmen, 1903 Herz Jesu, Unterbarmen, 1914 St. Marien, Sedans-/Wichelhausberg.
00.00.1867 Gründung des Barmer Bankvereins Hinsberg, Fischer und Co.
00.00.1867 Bau der evangelischen Wichlinghauser Kirche.
05.05.1867 In der Gewerbeschulstraße wird das Gesellenhaus des vom 1854 auf Initiative der Katholischen Kirchengemeinde St. Antonius gegründeten Gesellenvereins eingeweiht, das 1943 zerstört wird.
00.09.1867 Im Tal der Wupper herrscht die zweite Choleraepidemie. Der Wupperfelder CVJM muss mit seinem Krankenverein helfen.
05.10.1867 An der Gewerbeschulstraße wird ein katholisches Gesellenhaus eingeweiht, das bis zur Kriegszerstörung am 29./30.05.1943 besteht.
00.00.1868 Ein Lehrergesangverein wird gegründet, der heutige MGV Cäcilia.
00.00.1868 Die erste eiserne Brücke über die Wupper wird errichtet und trägt den Namen Adlerbrücke.
01.09.1868 Eröffnung der Eisenbahnstrecke Rittershausen – Lennep – Remscheid, die durch Heckinghausen führt und einen ‚Remscheider Bahnhof‘ etwa an der heutigen Ecke Auf der Bleiche/Spiekerstraße hat.
00.00.1869 Ein Verein baut in Rittershausen die erste Kleinkinderschule, Vorläuferin späterer Kindergärten.
00.00.1869 Beginn der etwa einjährigen Erweiterungsarbeiten an der Antoniuskirche im gotischen Stil: Neu: großes Querschiff.
00.00.1869 Gründung des Vereins für wissenschaftliche Vorlesungen.
08.01.1869 Gründung der Seifenfabrik Luhns.
27.05.1869 Einweihung der Immanuelskirche als zweites Gotteshaus der Reformierten Gemeinde Gemarke mit Schlüsselübergabe durch Stadtbaumeister Fischer an Kirchmeister J.W. Werth und Pastor Ernst. Erstmals erhält im Tal eine evangelische Kirche einen Namen.
16.06.1869 Enthüllung des Obelisken zur Erinnerung an die Kriegsopfer von 1864/66 in den oberen Barmer Anlagen.
30.06.1869 Paul Hartmann, erster gewählter Oberbürgermeister von Wuppertal, in Hückeswagen geboren.
06.12.1869 Rudolf Herzog, Schriftsteller, in Barmen geboren.
00.00.1870 Bei Ausbruch des deutsch-französischen Krieges werden die Militäruntauglichen in Barmen auf Betreiben von Oberbürgermeister August Wilhelm Bredts Betreiben in einem Krankenpflegehilfskorps zusammengefasst.
00.00.1870 Erweiterung der zweiten katholischen Antoniuskirche im gotischen Stil.
31.12.1870 Die Handelskammern zu Barmen und Elberfeld trennen sich.
00.00.1871 Barmen erhält eine eigene Handelskammer.
29.11.1871 Einweihung der Friedenskirche der Lutherischen Gemeinde Wupperfeld auf der Gemarke hinter dem Rathaus.
00.00.1872 Ferigstellung der hölzeren Restauration "Plateau" in den Barmer Anlagen als Vorgänger der Barmer Stadthalle, auf dem späteren Gelände der Barmer Ersatzkasse bzw. des Wupperverbandes.
05.05.1872 Fortschrittliche Industrielle gründen die Barmer Wohnungsbau AG mit dem Ziel, billige und gesunde Wohnungen für Arbeiter zu bauen. Auf dem Hügel zwischen Sonnen- und Hildburgstraße stehen zahlreiche Bauwerke der alten Gesellschaft.
19.09.1872 Einweihung der Johanniskirche der Evangelischen Kirchengemeinde Wupperfeld in Heckinghausen.
15.10.1873 Wilhelm Konrad Röpke, Chefarzt der Chirurgie am Barmer Krankenhaus, in Soegel/Kreis Hümmling geboren.
00.00.1873 Gründung des Bendahler Schwimm- und Stemmclubs, des ersten westdeutschen Schwimmvereins.
00.00.1873 Gründung des Oberbarmer Männerchores.
00.00.1873 Gründung der Beyenburger Kolpingfamilie.
00.00.1874 Das Grundstück Haspeler Straße 47 (heute Friedrich-Engels-Allee) wird für den Bau der Pauluskirche gekauft.
00.00.1874 Der erste 5-Rad-Pferdeomnibus verkehrt zwischen Rittershausen und Westende. An der Schwarzbach entsteht eine Remise für die Pferdeeisenbahn.
20.02.1874 Gründung der Sparkasse Langerfeld.
10.04.1874 Eröffnung der Pferde-Eisen-/Straßenbahn ("Päädsbahn") -Strecke Rittershausen (Oberbarmen) – Elberfeld (Laurentiuskirche). Ab 17.06.1874 Weiterführung der Linie bis Breite Straße, ab 02.10.1874 bis Westende.
21.05.1874 Einweihung der Fortbildungsschule des "Allgemeinen Bürgervereins" in Barmen.
18.10.1874 Eröffnung eines Aussichtsurmes zur Erinnerung an die Kriegsopfer von 1870/1 an der Louisenstraße in der Barmer Südstadt.
25.11.1875 Das Barmer Theater am Neuen Weg brennt ab.
00.00.1875 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Langerfeld.
28.02.1875 Der CVJM Immanuel entsteht unter dem Namen "Immanuelsverein, II. Gemarker Männer- und Jünglingsverein" durch Zusammenschluss gleichgesinnter Freunde unter Führung von Pastor Müller. Den gemieteten Domizilen Heidter Straße 23 und Albertstraße 4 folgt Eigentum auf dem Grundstück Untere Lichtenplatzer Straße 8.
03.07.1875 Ferdinand Sauerbruch, Arzt (Chirurg), in Barmen geboren.
00.00.1876 Die Pferdeeisenbahn übernimmt den Betrieb des Pferdeomnibusses.
00.00.1876 Gründung des CVJM Heckinghausen.
01.01.1876 Eröffnung der Garngroßhandlung Hugo Offermann in Langerfeld.
01.10.1876 Wiedereröffnung des abgebrannten und wiederaufgebauten Barmer Theaters an der Ecke Neuer Weg/Fischertal.
04.10.1876 Friedrich Weskott, mit Friedrich Bayer Gründer der Bayer-Werke, gestorben.
00.00.1877 Eröffnung des ersten Barmer Theaters an der Ecke Neuer Weg/Fischertal.
16.10.1877 Die Evangelische Gemeinde Nächstebreck wird selbstständige Gemeinde.
1877-1879 Bau des 80 m langen Vetlok-Tunnels im Verlauf der Rheinischen Eisenbahnstrecke. Die Trasse muss durch das Gestein des Massenkalks an den Nordhängen des Tals gesprengt werden.
01.09.1878 Eröffnung der Bäckerei Ellinghaus in Barmen.
00.00.1879 Friedrich Wilhelm Wegner wird Oberbürgermeister von Barmen. Bei seinem Amtsantritt zählt Barmen 93.000 Einwohner. Die Zahl steigt in sechs Jahren auf 103.068 Einwohner.
14.01.1879 Ernst Vesper, Sozialexperte und Mitbgeründer der Barmer Ersatzkasse, in Barmen geboren.
02.03.1879 Johann Victor Bredt, Reichsjustizminister im Kabinett Brüning, in Barmen geboren.
01.04.1879 Gründung der Holz- und Eisenwarenhandlung Hermann Matthey in Barmen.
10.05.1879 Gründung der Stannol-Lötmittelfabrik Wilhelm Pfaff in Barmen.
19.05.1879 Einweihung der evangelischen Volksschule Hesselnberg.
16.08.1879 Aloys Pollender, Mediziner und Entdecker des Milzbranderregers, in Barmen gestorben.
15.09.1879 Eröffnung der nach der "Rheinischen Eisenbahngesellschaft" benannten Rheinischen Strecke: Düsseldorf-Derendorf – Mettmann – Varresbeck – Wichlinghausen (damals Oberbarmen, einschließlich Bahnanschluss für die Seifenfabrik Luhn) – Schwelm-Loh – Hagen-Eckesey (57,3 km). Städtebauprägend sind die zahlreichen Brücken und Tunnels.
22.09.1879 Gründung des Barmer Haus- und Grundbesitzervereins.
29.11.1879 Erste Ausgabe der "Neuesten Nachrichten für Elberfeld/Barmen und Umgebung".
17.12.1879 Einweihung der Hottensteiner Kirche (Holzkirche) der evangelischen Gemeinde in Nächstebreck.
00.00.1880 Die katholische Antoniuskirche erhält einen Glockenturm (Bauzeit bis 1883), dessen beide Untergeschosse den Zweiten Weltkrieg überstehen und nach dem Bau der neuen, vierten Antoniuskirche erhalten bleiben. Die oberen Geschosse entstehen nach dem Zweiten Weltkrieg.
22.03.1880 Heinrich Feuchter, Direktor bei Vorwerk & Sohn und Gründer der "Dr.-Heinrich-Feuchter-Stiftung", geboren.
00.04.1880 Beschluss zum Bau einer zweiten evangelischen Kirche in Unterbarmen.
01.04.1880 Eröffnung der evangelischen Volksschule in der Wichlinghauser Collenbuschstraße.
06.05.1880 Friedrich Bayer sen., Gründer der Bayer-Werke, in Würzburg gestorben.
28.08.1880 Wilhelm Werlé, Chef des Barmer Elektrizitätswerkes und Vorsitzender des Barmer Verschönerungsvereins, gestorben.
26.09.1880 Gründung des Wuppertaler Turngaus.
00.00.1881 Gründung der Firma Sachsenröder, die in Barmen Kunststofferzeugnisse herstellt.
01.07.1881 Umwandlung der Farbenfabrik Friedrich Bayer & Co. in die Aktiengesellschaft "Farbenfabriken vorm. Bayer & Co.".
02.08.1881 Grundsteinlegung für Pauluskirche.
21.08.1881 Enthüllung eines Denkmals für Wilhelm Werlé, den Verstorbenen Vorsitzenden des Barmer Verschönerungsvereins, in den unteren Barmer Anlagen.
03.10.1881 Gründung des Evangelischen Männerchores Wichlinghausen.
03.11.1881 Einweihung der Volksschule an der Ackerstraße in Heckinghausen. Das Gebäude wird ab den 1980er Jahren als Kindertagesstätte genutzt.
16.11.1881 In Elberfeld wird Adolf Goebeler geboren. Seine Biografie weist aus, dass er von 1927 bis 1954 Pfarrer an St. Antonius in Barmen und ab 1950 Stadtdechant von Wuppertal war. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Liebigstraße.
00.00.1882 Gründung des "Wuppertaler Stenografenvereins 1882".
00.00.1882 Eröffnung des evangelischen Kindergartens in der Gronaustraße.
00.00.1882 Gründung des Männergesangvereins "Sängerlust-Lichtenplatz".
23.01.1882 Gründung des "Elberfeld-Barmer Vereins zur Hebung der Sittlichkeit und zur Erhaltung des Zufluchthauses".
01.04.1882 In Elberfeld (23 Anschlüsse) und Barmen (7 Anschlüsse) werden die ersten Telefone in Betrieb genommen.
19.07.1882 Offizielle Einweihung der Badeanstalt an der Kleinen Flurstraße.
01.08.1882 Johann Friedrich von Eynern, Kaufmann, in Barmen gestorben.
02.09.1882 Gründung des Rotter Männergesangvereins.
18.09.1882 Gründung der Firma Julius Boos, elastische Bänder, in Barmen.
24.10.1882 Die Vereinigt-Evangelische Kirchengemeinde Unterbarmen weiht ihre zweite Gottesdienststätte unter dem Namen Pauluskirche ein. Die drei Glocken stammen aus der Werkstatt Christian Claren in Sieglar. Einzug im Ersten Weltkrieg. Die Orgel liefert Richard Ibach aus Barmen.
00.00.1883 Gründung des Männerchores des CVJM Langerfeld.
00.00.1883 Die Bahnpost verwendet ab diesem Jahr einen Kurzovalstempel, der auch für die Eisenbahnstrecke Rittershausen – Beyenburg – Radevormwald (Z 1062) benutzt wird.
00.00.1883 Der neugotische Kirchturm der Katholischen Pfarrgemeinde St. Antonius wird fertiggestellt. Man nennt ihn "eine Perle der Gotik". Kaiser Wilhelm II. sagt bei einem Besuch in Barmen: "Ein schneidiger Turm".
01.03.1883 Gründung der Lebensmittelgroßhandlung Koch & Mann (Koma) in Elberfeld.
08.04.1883 Gründung des Barmer Lehrerturnvereins.
21.04.1883 Die Brüder Carl (26.02.1847-07.03.1903) und Adolf (14.06.1853-20.08.1925) Vorwerk behalten gemeinsam "Vorwerk & Sohn" für die Produktion von Bändern, Kordeln und Litzen ("Barmer Artikel"), gründen dazu aber noch die Teppichfabrik "Vorwerk & Co."
05.05.1883 Die Stadt Barmen bezieht erstmalig ihr Trinkwasser aus dem Wasserwerk Volmarstein an der Ruhr.
17.05.1883 Eröffnung des reformierten Gemeindestiftes an der Hugostraße.
01.09.1883 Hermann Inderau, Musikdirektor, in Barmen geboren.
28.11.1883 Die Brüder Carl und Adolf Vorwerk trennen ihre geschäftliche Beziehung. Adolf führt "Vorwerk & Sohn", Carl die Barmer Teppichfabrik "Vorwerk & Co."
21.05.1884 Einweihung des Bleicherbrunnens, geschaffen von Stadtbaumeister Carl Winchenbach und 6.000 Mark teuer, auf dem Wupperfelder Markt, seinerzeit zwischen Garn- und Brändström- (Schiller-) straße gelegen. Das Geld stiftete der Verein Bürgerhaus Wupperfeld.
00.00.1885 Einweihung des Ludwig-Ringel-Denkmals im nach dem Förderer benannten Ringeltal in den oberen Barmer Anlagen.
00.00.1886 Für die katholische Antoniuskirche werden neue Altäre gefertigt. Das Kreuz des ehemaligen Hochaltares erinnert noch 2008 in der dritten Antoniuskirche an die Gemeindemissionen und Opfer der beiden Weltkriege.
00.00.1886 Baubeginn für neue Stadtteile und Straßen. Das Wasserwerk und die Badeanstalt in der Kleinen Flurstraße entstehen.
10.07.1886 "Spatenclub" durch Bürger Oberbarmens mit dem Ziel gegründet, dass ein Zentralbahnhof Barmen-Rittershausen für ganz Oberbarmen (Barmen-Ost) gebaut wird.
00.00.1887 Dem ersten Treffen der Oberbarmer und Heckinghauser Fechtclubs, deren Hauptaufgabe das Sammeln von Geld für Waisenhäuser unter Mithilfe des Fechtens ist, im Lokal Halbach folgt ein Jahr später die Gründung des Oberbarmer Turner-Bundes (OTB), der jedoch stets ein Heckinghauser Verein bleiben wird.
00.11.1887 Vorwerk & Sohn zieht vom Krautsberg in das neue Gebäude an der Ecke Kohlgartenstraße/Kleiner Werth um, so dass die beiden Vorwerk-Brüder räumlich getrennt agieren.
10.03.1888 "Der General-Anzeiger" berichtet, dass die Wupper über ihre Ufer getreten ist und auf den Straßen in der flussnahen Elberfelder Innenstadt ein Verkehrschaos ausgebrochen ist. Der Pferdebahnverkehr nach Barmen ist nur noch durch Königs- und Herzogstraße möglich.
29.04.1888 Eröffnung des Toelleturms als Aussichtsturm, der nach dem Barmer Fabrikanten Ludwig Ernst Toelle und dessen Familie, die 15.000 Mark gestiftet hat, benannt ist.
30.05.1888 Grundsteinlegung zur zweiten Antoniuskirche.
10.08.1888 Der "General-Anzeiger" (Wiedergabe WZ, 20.08.1997 und 22.09.1997) berichtet: Eine Drahtseilbahn, wenn auch nur in kleinerem Maßstabe, wird gegenwärtig von der Barmer Teppich-Fabrik des Herrn Vorwerk in der Carolinenstraße angelegt, um den Verkehr mit den tiefer in der Mühlenstraße gelegenen Geschäftsräumen zu vermitteln. Die Entfernung beträgt 92 Meter.
00.00.1889 Einführung der elektrischen Beleuchtung in Barmen.
00.00.1890 Nach der Auspfarrung aus St. Antonius entsteht in Rittershausen (heute: Oberbarmen) die neue Katholische Kirchengemeinde St. Johann Baptist, die auch für Wichlinghausen zuständig ist.
00.00.1890 Hochwasserkatastrophe im Tal der Wupper.
00.00.1890 Baubeginn für das Gymnasium Bleicherstraße.
01.06.1890 oder 03.02.1890? Eröffnung der Eisenbahnstrecken Rittershausen – Langerfeld – Rauental – Ronsdorf, Rittershausen – Langerfeld – Wichlinghausen (Verbindungsbogen).
01.05.1891 Der Mütterverein der Katholischen Gemeinde St. Antonius eröffnet unter Leitung von Schwestern vom Orden des Heiligen Karl Borromäus eine Kinderbewahrschule, einem Vorgänger des späteren Kindergartens.
26.03.1892 Gründung der Barmer Bergbahn AG.
00.00.1893 In Köln stirbt Weihbischof Johann Anton Friedrich Baudri, von 1834 bis 1843 Pfarrer in Barmen. Während des Kulturkampfes vertritt er den im Exil lebenden Kölner Erzbischof, u.a. bei der Fertigstellung des Domes.
00.00.1893 St. Johann Baptist in Oberbarmen und Wichlinghausen wird aus St. Antonius ausgepfarrt und eigene katholische Pfarrei.
00.00.1893 Für das geplante katholische Krankenhaus an der Carnaper Straße wird ein Bauverein gegründet.
00.00.1894 Eröffnung des Barmer Krankenhauses an der Ecke Kleiner Werth/Bachstraße.
29.01.1894 Eröffnung des städtischen Barmer Schlacht- und Viehhofes.
03.03.1894 Die Barmer Juden erhalten das Recht zur Gemeindebildung.
10.04.1894 Eröffnung der Kleinbahn vom Toelleturm über Lichtscheid nach Ronsdorf.
16.04.1894 Eröffnung der Barmer Bergbahn, erste elektrische zweigleisige Zahnradbahn der Welt, zwischen Clef und Toelleturm.
08.05.1894 Eröffnung der Barmer Handwerker- und Kunstgewerbeschule auf der Gewerbeschulstraße.
10.07.1894 Bernhard Letterhaus, Widerstandskämpfer, in Barmen geboren.
23.07.1894 Bernhard Letterhaus (10.07.1894-14.11.1944), KAB-Sekretär, Landtagsabgeordneter der Zentrumspartei und Widerstandskämpfer im Nationalsozialismus, wird in der katholischen Kirche St. Johann Baptist getauft.
01.09.1894 Eröffnung der ersten Straßenbahnteilstrecke vom Barmer Theater über die Clefer Straße (Umstiegsmöglichkeit in die Bergbahn) nach Heckinghausen.
00.10.1894 Junge Fehmlinde, Spross eines Dortmunder Baumes, in den unteren Barmer Anlagen gepflanzt.
05.12.1894 Kurt Budde. Komponist, in Barmen geboren.
00.00.1895 Einweihung des Ludwig-Ringel-Denkmals im nach dem Förderer benannten Ringeltal in den oberen Barmer Anlagen.
00.00.1895 Zweigleisiger Ausbau der Rheinischen Eisenbahnstrecke.
16.01.1895 Der Christliche Verein junger Männer Immanuel weiht sein Jugendhaus auf dem Grundstück Untere Lichtenplatzer Straße 8 ein. Die Einweihung des umgebauten Vorderhauses erfolgt am 30.03.1913.
08.11.1895 Die Barmer Straßenbahn nimmt ihren Betrieb vom Alten Markt über Westkotten und Wichlinghausen nach Beckacker und nach Heckinghausen auf.
20.03.1895 Grundsteinlegung zum Bau der Barmer Stadthalle.
00.00.1896 Adolf Vorwerk errichtet am Lichtenplatz einen Filialbetrieb von Vorwerk & Sohn.
25.01.1896 Die Pferdestraßenbahn von Rittershausen, Schwarzbach nach Westende stellt ihren Betrieb ein.
26.01.1896 Betriebsaufnahme der elektrischen Straßenbahn Rittershausen (Schwarzbach) – Westende und Tannenbergstraße – Gabelpunkt. Ab 05.02.1896 Verlängerung bis Sonnborn.
04.06.1896 Peter Meisloch, Dechant der katholischen Kirche und seit 1843 Pfarrer an St. Antonius in Barmen, stirbt und wird auf dem Friedhof Soldauer Straße beigesetzt. Während seiner Amtszeit wird Barmen zur Großstadt, wächst die Zahl der Katholiken von 4.000 auf 20.000 an.
18.07.1896 Gründung des Kraft-Sport-Vereins (KSV) 1896 Wuppertal als Barmer Ring- und Stemmclub in einem Lokal in der Dickmannstraße. Weitere zwischenzeitliche Namen: Verein für Körperpflege, Kraft-Sport-Verein Barmen.
22.07.1896 Karl August Felix Seché wird Nachfolger von Peter Meisloch als Pfarrer von St. Antonius.
23.11.1896 Gründung der Sektion Barmen des Deutschen Alpenvereins. Späteres Domizil im Höfen.
00.00.1897 Das von Ernst von Eynern und Sohn Max geleitete Handelsunternehmen Friedrich von Eynern & Söhne wird liquidiert. Später verdrängen chemische Farbstoffe die Naturfarbe Indigo.

Chronik von 1900 – 1999


Datum Ereignis
00.00.1900 Neuer Nachbar für Pauluskirche: "Königliche Baugewerkschule".
00.00.1900 Die Katholische Kirchengemeinde St. Antonius baut das Petrus-Krankenhaus.
18.01.1900 Enthüllung des Bismarck-Denkmals in Barmen.
17.02.1900 Neues Gebäude der Gesellschaft "Concordia" in Barmen eingeweiht.
19.04.1900 Eröffnung der "Preußischen Höheren Fachschule für Textilindustrie" in Barmen.
15.05.1900 Eröffnung der Schule in der Germanenstraße.
18.05.1900 Carl Biebighäuser, Räuberhauptmann, in Barmen gestorben.
00.06.1900 Gründung des "Bergischen Turnerbundes Beyenburg 1900".
20.06.1900 Enthüllung des Emil-Rittershaus-Denkmals in den Barmer Anlagen.
16.09.1900 Gründung der Feuer- und Wasserwehr Beyenburg.
24.10.1900 Einweihung der Barmer Ruhmeshalle.
00.00.1901 Die Barmer Feuerwehr bezieht die neue Wache am Heidter Berg 10. Voraussetzung war der Bau einer entsprechenden Brücke über die Wupper zur Anbindung an die Barmer Innenstadt.
00.00.1901 Eröffnung des Hut- und Mützengeschäftes Hammer-Kemper.
00.00.1901 Eröffnung des Möbelhauses Welteke.
17.02.1901 Kurt Herberts, Unternehmer und Förderer von Kunst und Wissenschaft, in Barmen geboren.
21.04.1901 Einweihung des Petruskrankenhauses an der Carnaper Straße. Der Name nimmt Bezug auf Pfarrer Peter Meisloch, der von 1843 bis 1896 an St. Antonius gewirkt hat. 1926 folgt die Gründung einer Pflegeschule.
01.11.1901 Einweihung der Volksschule in der Kleestraße.
05.11.1901 Einweihung der evangelischen Schule in der Dieckerhoffstraße.
00.00.1902 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Wallbrecken.
00.00.1902 Gründung der Innung für Sanitär- und Heizungstechnik (in Barmen).
00.00.1902 Die W. Schüller & Sohn GmbH nimmt das Fabrikensemble an der Ecke Wiescherstraße/Marienburger- und Königsberger Straße in Betrieb und vermietet Bandstühle an selbstständige Bandweber.
00.00.1902 Gründung des TuS Grün-Weiß Wuppertal durch Zusammenschluss der Vereine TSK 02 und Tura Barmen.
25.03.1902 Vernichtung des Barmer Stadttheaters im Fischertal durch einen Großbrand.
15.04.1902 Eröffnung des Kur- und Schwimmbades auf der (Friedrich-Engels-) Allee in Barmen.
28.04.1902 Enthüllung eines Denkmals für Otto Schüller, 1. Vorsitzender des Barmer Verschönerungsvereins, in den Barmer Anlagen.
01.05.1902 Gründung der Wach- und Schließgesellschaft Elberfeld-Barmen, eines der ältesten Bewachungsunternehmens in Deutschland.
01.07.1902 Eröffnung der Orthopädie-Schuhmacherei Königsmark in Barmen.
01.08.1902 Otto Schmidt, Wuppertaler Oberbürgermeister, Landes- und Bundesminister, in Köln geboren.
10.09.1902 Einweihung der evangelischen Volksschule in der Liegnitzer Straße zu Wichlinghausen.
29.09.1902 Kurt Lißmann, Komponist, in Elberfeld geboren.
03.11.1902 Gründung der Metallgießerei Ernst Beckmannshagen in Langerfeld.
10.12.1902 Gründung des Rotter Bürgervereins.
15.12.1902 Gründung des Niederrheinischen Vereins für Luftschifffahrt (Sektion Wuppertal) in Barmen.
00.00.1903 Der Barmer Heinrich Fischer beginnt mit dem Bau von Automobilen, den so genannten "Fischer-Typen".
00.00.1903 Die Unterbarmer Katholiken werden aus St. Antonius ausgepfarrt und eigene Gemeinde Herz Jesu.
00.00.1903 In Unterbarmen wird die katholische Herz-Jesu-Kirche geweiht.
00.00.1903 Gründung der Barmenia-Versicherungen.
00.00.1903 Gründung des Dachdeckerbetriebes Brüninghold in Barmen.
19.01.1903 Gründung der Lederwarenfabrik Rehse in Barmen.
01.02.1903 Gründung der Maschinenfabrik Linde in Barmen.
19.03.1903 Hellmut Vits, Vorstandsvorsitzender der Glanzstoff AG, in Barmen geboren.
27.06.1903 Mit Inbetriebnahme des Abschnitts Kluse – Rittershausen ist die Schwebebahn durchgehend befahrbar und fertig.
18.07.1903 Enthülllung eines Denkmals für Friedrich Wilhelm Dörpfeld in den oberen Barmer Anlagen.
23.07.1903 Gründung der "Vereinigung der Freunde der Stadtbibliothek Wuppertal".
13.09.1903 Eröffnung der Buchhandlung Emil Müller in Barmen.
21.09.1903 Karl Winnacker, Chemiker, in Barmen geboren.
10.10.1903 Straßenbahneröffnung der Strecke Alter Markt – Schlachthof Barmen.
10.11.1903 Konsekration der Herz-Jesu-Kirche in Unterbarmen.
10.03.1904 Gründung der Firma Arti, Holzlacke und Beizen, in Langerfeld.
08.05.1904 Gründung des Heidter Bezirksvereins, der sich fast 100 Jahre später in Heidter Bürgerverein umbenennt, in Barmen.
15.09.1904 Einweihung der Volksschule in der Emilienstraße.
03.10.1904 Einweihung der evangelischen Volksschule in der Eichenstraße auf dem Rott.
05.11.1904 Adolf Röder, Maler, Grafiker und Galerist, in Barmen geboren.
00.00.1905 Der Betrieb der Vorwerk & Sohn-Tochter Barmer Spitzen-Industrie GmbH wird auf den Lichtenplatz verlegt.
00.00.1905 Der Katholische Arbeiterverein Barmen-Mitte wird gegründet und später in Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Sankt Antonius umbenannt. Eigene Vereine gab es in den Gemeinden Herz Jesu und Sankt Marien auf dem Sedansberg.
00.00.1905  
00.00.1905 Gründung der Langerfelder Bereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes.
05.05.1905 Gründung des Bestattungsunternehmens Zocher in Elberfeld.
09.05.1905 Zu Ehren des Dichters Friedrich Schiller wird eine Schillerlinde in den oberen Barmer Anlagen gepflanzt.
30.09.1905 Einweihung des neu erbauten Barmer Stadttheaters.
01.10.1905 Eröffnung der Gewerblichen Schulen in Barmen.
05.11.1905 Gründung der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) der Pfarrgemeinde St. Antonius in Barmen.
14.12.1905 Adolf Rott, Schauspieler, Regisseur und Theaterleiter, in Barmen geboren.
00.00.1906 Gründung der Druckerei Klaus Asmus in Barmen.
01.05.1906 Eröffnung der evangelischen Volksschule "In der Fleute" in Langerfeld, heute städtische Grundschule.
00.00.1907 Die Stadt Barmen wird Alleinaktionär der Barmer Bergbahn AG. Die BBAG übernimmt Straßenbahnstrecken in Cronenberg.
00.00.1907 Mit 158.462 Einwohnern rangiert Barmen auf Platz 29 von 42 Großstädten in Deutschland. Auf 10.000 Einwohner kommen 1.569 Textilarbeiter, damit liegt Barmen hinter Plauen mit 2.275 Textilarbeitern auf Platz 2, während Elberfeld mit 733 Textilbeschäftigten Platz 6 belegt.
01.02.1907 Gründung der Gerüstbaufirma Steingrüber.
05.03.1907 Ferdinand Ziersch, Industrieller und Kunstsammler, in Barmen geboren.
01.05.1907 Schwestern vom Orden der Augustinerinnen ziehen in das Klostergebäude in Beyenburg.
15.06.1907 Gründung des Schwimmvereins "Freie Schwimmer 07".
30.06.1907 Erich Mittelsten Scheid, Gesellschafter der Firma "Vorwerk & Sohn", in Barmen geboren.
19.10.1907 Eröffnung des Bismarckturmes auf der Hardt.
00.00.1908 Bau eines Kinderheimes Schalksmühle durch den "Barmer Verein für Ferienkolonien".
00.00.1908 Der Kunstmaler Heinrich Nüttgens beginnt mit der Ausmalung der katholischen Antoniuskirche. Die farbigen Vorlagen dazu hängen später im Sitzungszimmer des Pfarrhauses im Unterdörnen 137.
00.00.1908 In Düsseldorf wird Wilhelm Zündorf geboren. Er ist von 1954 bis 1968 Pfarrer der katholischen Pfarrgemeinde St. Antonius und wesentlich an der Planung und am Baubeginn der heutigen Kirche beteiligt. Er setzt sich als Wuppertaler Stadtdechant besonders für die katholischen Schulen ein.
00.00.1908 Gründung des "BSW-Männerchor Flügelrad Wuppertal 1908"
19.02.1908 Gründung der Frischauf-Matrazenfabrik Walter Tusch in Barmen.
01.05.1908 Gründung der Firma Paul Flüss, Werkzeugbau, in Beyenburg.
14.06.1908 Einweihung des Schwimmbades "Auf der Bleiche", des damaligen Hallenbades Remscheider Straße.
06.08.1908 Gründung des "Beamten-Wohnungsvereins zu Barmen"
18.08.1908 Fabrikant Gustav Wittenstein in Barmen gestorben.
11.09.1908 Auflösung der "Barmer Stadttheater AG".
04.12.1908 Helmut Thielicke, evangelischer Theologe, in Barmen geboren.
16.12.1908 Verlängerung der Straßenbahnstrecke Schwarzbach bis Haßlinghausen.
00.00.1909 Die 1901 bezogene Feuerwache am Heidter Berg 10 ist baulich komplett.
27.07.1911 Eröffnung der Städtischen Krankenanstalten an der Heusnerstraße. Baukosten: rund 5 Millionen Reichsmark. Es gibt Platz für 556 Betten, die in den folgenden zehn Jahren auf fast 700 aufgestockt werden.
01.09.1911 Die Barmer Straßenbahnstrecke wird über den Schlachthof hinaus bis Hatzfeld verlängert.
00.00.1912 Die Tradition, dass Beerdigungen am Sonntag stattfinden, wird beendet, um Totengräber nicht mehr arbeiten lassen zu müssen.
00.00.1912 In der Barmer Nordstadt (Wichelhaus-/Sedansberg) wird das katholische Rektorat St. Marien von der Gemeinde St. Antonius abgetrennt.
13.07.1912 Eine neue Straßenbahnlinie verkehrt auf der Strecke Wichlinghausen – Wupperfeld – Schillerstraße – Forsthaus.
31.12.1912 Die Zahnradbahn der Barmer Bergbahn AG zieht Bilanz: Gefahrene Kilometer 1906: 63.566, 1912 84.872, eine Zunahme von 35 %.
00.00.1913 Abriss des alten Barmer vis-á-vis vom Postamt gelegenen (Reichs-) Bahnhofes.
00.00.1913 Beginn der Ausschachtungsarbeiten für das neue Barmer Rathaus, das später auch der Wuppertaler Verwaltung als Sitz dient.
00.00.1914 Der Unterbarmer Friedhof wird nach dem Vorbild des 1877 angelegten Ohlsdorfer Friedhofes in Hamburg erweitert.
00.05.1914 Einweihung eines Alpengartens im oberen Fischertal, auf dem Gelände der Barmer Anlagen.
00.00.1914 Einweihung der von der Familie August Luhn gestifteten "Paulinenruhe" im Barmer Wald, unweit des Höhenwegs, mit Blick ins Murmelbachtal.
06.02.1917 Nach einem Verschmelzungsvertrag der Handelskammern Barmen und Elberfeld wird Elberfeld Sitz der Kammer.
00.00.1919 Auf Lichtscheid entsteht die neue Katholische Kirchengemeinde St. Joseph, die später den Heiligen Christophorus als Pfarrpatron annimmt.
04.02.1919 Verbot des Karnevals durch den Elberfelder und Barmer Arbeiterrat.
01.05.1919 Zusammenlegung der beiden Stadttheater Elberfeld und Barmen.
01.12.1919 Gründung der Stahl- und Eisenbaufirma C. & P. Joest.
00.00.1922 Neue Glocken für die Pauluskirche aus der Gießerei Ulrich in Apolda. Einzug im Zweiten Weltkrieg.
05.08.1922 Langerfeld und Nächstebreck werden nach Barmen eingemeindet.
00.00.1923 Eröffnung des Büro-Einrichtungshauses Röth.
00.00.1926 Die Krankenpflegeschule beim Petrus-Krankenhaus wird gegründet.
00.00.1924 Gründung des Wuppertaler Kanu-Clubs.
00.00.1924 Gründung des DRK-Zuges Beyenburg
00.00.1924 Gründung der Firma Hans Kreis, Kunststoffe.
01.07.1924 Zusammenschluß der Konsumgenossenschaften "Befreiung" (Elberfeld) und "Vorwärts" (Barmen) zur "Vorwärts-Befreiung".
12.11.1924 Fritz Coerper, Pastor, in Barmen gestorben.
00.00.1925 Gründung der Aufzugfirma Schmersal.
00.00.1925 Eröffnung des Altenheims "Heim Abendfrieden" am Diek.
16.06.1925 Zählung in Industrie und Handwerk: Von 123.395 Personen sind 58.337 im Bereich Textil und Bekleidung beschäftigt. Textil ist Spitze!
28.07.1925 Albert Molineus, Präsident der Industrie- und Handelskammer und gemeinsam mit Adolf Vorwerk Initiator der Barmer Bergbahn, in Barmen gestorben.
20.08.1925 Adolf Vorwerk, Unternehmer, Initiator der Bebauung des Toelleturm-Viertels und der Barmer Bergbahn, gestorben.
04.09.1925 Neue Autobuslinie Ostersbaum – Wichlinghausen – Rittershausen – Langerfeld – Pülsöhde.
00.00.1926 An der Liebigstraße wird nach Schützen- und Soldauer Straße der dritte Friedhof der Katholischen Gemeinde St. Antonius angelegt. Die erste Begräbnisstätte der Katholiken in Barmen war in und neben der Kirche, dann an der Dörner Brücke (heute Spielplatz vis-á-vis vom Kindergarten).
00.00.1926 Gründung der Kabelfabrik Muckenhaupt & Nusselt.
00.00.1926 Gründung der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft in (Wuppertal-) Barmen.
00.00.1926 Nachdem die ersten Begräbnisstätten an der ersten Antoniuskirche, an der Dörner Brücke (heute Spielplatz am katholischen Kindergarten zur Dörner Brücke), Schützenstraße und Soldauer Straße nicht mehr ausreichen, legt die katholische Gemeinde einen Friedhof an der Liebigstraße an.
07.08.1926 Neue Straßenbahnstrecken Gelpetal – Friedenshain und Barmen-Bergbahnhof am Toelleturm – Lichtscheid/Kapellen – Friedenshain.
28.02.1926 Neue Autobuslinie Rittershausen – Beyenburg.
01.04.1926 Eröffnung des Planetariums in den oberen Barmer Anlagen.
14.11.1926 Gründung des Quartettvereins "Liederfreunde Wichlinghausen".
01.04.1927 Gründung der Autolackiererei Haarmann in Barmen.
13.04.1927 Georg Voigt, Barmer Oberbürgermeister, in Marburg gestorben.
15.04.1927 Autobusverbindung Barmen – Dönberg – Langenberg.
18.10.1927 Gründung der Gummibandweberei Artur Mönch in Langerfeld.
20.10.1927 Die Forsthaus-Straßenbahn-Linie 4 fährt bis Toelleturm weiter.
00.00.1928 Nach Plänen des Kölner Instituts für religiöse Kunst wird ein Tabernakel angefertigt, das auch heute noch in St. Antonius steht. Es zeigt auf den Türen die "Verkündigung des Herrn".
00.00.1928 Gründung des Kleingartenvereins "In der Böhle".
00.00.1928 Gründung der Wuppertaler Taxi-Zentrale in Barmen.
00.00.1928 Eröffnung des Odin-Palast-Lichtspieltheaters an der Berliner Straße in Oberbarmen.
08.02.1928 Gründung der Möbelspedition Dahlhaus in Barmen.
02.06.1928 Gründung des Hatzfelder Sängerchores.
16.06.1928 Gründung des Polizeichores Wuppertal.
05.07.1928 Gründung des Langerfelder Bürgervereins.
01.09.1928 Gründung der Firma Lünenschloß & Collenbusch in Barmen.
01.11.1928 Neue Buslinien: Barmen – Wipperfürth, Barmen – Beyenburg – Remscheid, Elberfeld – Ronsdorf – Lennep.
00.00.1929 Gründung der Barmer Billard-Freunde 1929.
00.00.1929 Gründung des Kleingartenvereins "Kahler Asten" in Barmen.
00.00.1929 Aus dem "Vereinigten Stadttheater von Elberfeld und Barmen" gehen beim Zusammenschluss der Städte die Wuppertaler Bühnen hervor.
03.04.1929 Gründung des Wuppertaler Spar- und Bauvereins.
10.07.1929 Der preußische Landtag beschließt die Gründung einer neuen Stadt, die sich später den Namen Wuppertal gibt. Barmen mit Langerfeld gehört wie Vohwinkel, Cronenberg, Elberfeld und Ronsdorf, dazu Beyenburg aus Lüttringhausen, zu den Gründungsstädten.
00.08.1929 Gründung von "Rheingold-Reisen".
01.08.1929 Landesgesetzlich bedingte Vereinigung von Barmen (mit Langerfeld), Beyenburg, Cronenberg, Elberfeld, Ronsdorf und Vohwinkel zu einer Großstadt an der Wupper.
01.09.1929 Tarifgemeinschaft zwischen Barmer und Elberfelder Bahnen. Ab 01.09.1930 gemeinsamer Tarif.
15.11.1929 Eröffnung des Sportgeschäftes Weidenbach in Oberbarmen.
00.01.1930 Fertigstellung der neuen Betriebszentrale der Konsumgenossenschaft "Vorwärts-Befreiung" auf Clausen.
08.01.1930 Gründung des Wupperverbandes.
05.05.1930 Schönstetter Marienschwestern nehmen ihren Dienst in der Katholischen Kirchengemeinde St. Antonius auf und leisten ihn bis 2005.
22.06.1930 Einweihung des Uthmann-Denkmals im Barmer Nordpark.
01.10.1930 Marienheim wird offiziell ein allgemeines Krankenhaus und später in den Klinikverbund "Kliniken St. Antonius" integriert. Schließung 2004.
15.10.1930 Vollendung des 135 Meter hohen Schornsteins am Barmer Eltwerk am Clef, des höchsten Bauwerkes der Stadt.
00.00.1931 Kohlentransport vom Kleinbahnhof Schlachthof über Alter Markt zum Eltwerk am Clef, da Versorgung über Eisenbahngleise nicht mehr möglich ist.
00.00.1931 Gründung der Firma Karl Dieckhoff, Krankenhaus-Textilien, in Langerfeld.
10.01.1931 Gründung des Unterbarmer Lyzeums.
00.05.1931 Gründung der Möbelschreinerei Hellwig in Wichlinghausen(später: Großer Grüner Möbelmarkt in Langerfeld).
00.05.1931 Eröffnung des "Wuppertaler Hofes" als Hotel in der Winklerstraße, gegenüber vom Barmer Bahnhof.
17.05.1931 Weihe der katholischen Kirche St. Marien auf dem Wichelhaus- bzw. Sedansberg.
31.08.1931 Bildung einer Theatergemeinschaft durch die Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal.
11.11.1931 Gründung des Einkaufsbüros Deutscher Eisenwarenhändler (EDE) in Langerfeld.
10.03.1932 Gründungsversammlung des Kleingartenvereins "Beuler Bach" in Wichlinghausen.
06.05.1932 Gründung der Wuppertaler Theater GmbH.
05.08.1932 Conrad Ursprung, Unternehmer, in Wuppertal-Barmen gestorben.
12.09.1932 Zusammenschluss der Konzertgesellschaften Barmen und Elberfeld zur Wuppertaler Konzertgesellschaft.
10.10.1932 Gründung des Oberbarmer Orchesters.
21.11.1932 Leichtes "Erdbeben" in Wuppertal.
25.12.1932 Hubert Pfeiffer, blinder Komponist, in Wuppertal gestorben. Nach ihm sind Straße und Platz in der Barmer Südstadt benannt.
00.00.1933 Gründung des Wuppertaler Rotary-Clubs.
00.00.1933 Fertigstellung der ersten 20 Häuser in der Siedlung Sondern bei Beyenburg.
00.00.1933 Gründung des Wuppertaler Verkehrsvereins.
00.00.1933 Eröffnung des Tapezierfachgeschäftes Wasel in Langerfeld.
00.00.1933 Die Nationalsozialistische Partei Deutschlands (NSDAP) übernimmt mit "Reichsführer" Adolf Hitler die politische Macht in Deutschland und geht als "Drittes Reich" in die Weltgeschichte ein.
26.01.1933 Aufstellung eines Schreibmaschinenautomaten (Fernschreibers) in der Schalterhalle des Hauptpostamtes in Barmen.
30.01.1933 Die Nationalsozialistische Partei Deutschlands (NSDAP) übernimmt mit ihrem zum Reichskanzler ernannten "Führer" Adolf Hitler die politische Macht in Deutschland und geht als "Drittes Reich" in die Weltgeschichte ein.
30.01.1933 Mit der Machtergreifung durch Adolf Hitler beginnt die nationalsozialistische Zeit. Wuppertaler protestieren vor dem Barmer Rathaus gegen die NSDAP. Elf Schussverletzte gibt es am 19.02.1933 bei Zusammenstößen in Barmen. Die SS wütet und Bücher werden verbrannt.
00.00.1933 Die Nationalsozialistische Partei Deutschlands (NSDAP) beschlagnahmt Musikinstrumente des "Jünglingsvereins Montania". Das Pfarrleben wird erschwert, Predigten überwacht, Vereine aufgelöst und Gruppenarbeit nur noch religiös zugelassen.
20.02.1933 Verbot der "Freiheit", dem Organ der KPD.
27.02.1933 Verbot der "Freien Presse", der Zeitung der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD).
27.02.1933 Schließung des Gewerkschaftshauses in Unterbarmen.
27.03.1933 Gründung des Dachdeckerbetriebes Helmut Dauber in Barmen.
29.03.1933 Der Barmer Alexander Dahl erreicht mit seinem Freiballon die Rekordhöhe von 11.000 Metern.
31.03.1933 Der "Tägliche Anzeiger", das amtliche Kreisblatt, stellt sein Erscheinen ein.
01.04.1933 Bücherverbrennungen auf dem Rathausvorplatz in Barmen und auf dem Elberfelder Brausenwerth.
01.04.1933 Beginn der Boykottmaßnahmen gegen jüdische Geschäfte.
14.05.1933 Gründung des Malerfachbetriebes Kannengießer in Barmen.
05.07.1933 Die SA eröffnet in einer alten Fabrik das Konzentrationslager Kemna, durch dessen Folterhölle bis zum 19.01.1934 4.000 politisch Verfolgte müssen.
05.07.1933 Einlieferung der ersten Häftlinge in das Konzentrationslager Kemna.
13.09.1933 Gründung der Farben-Firma Becker in Barmen.
00.00.1934 Neue Orgel für die Pauluskirche. Lieferung durch Firma Walcker.
29.-31.05.1934 In der Gemarker Kirche tagen 139 Delegierte aus evangelischen Gemeinden in Deutschland und beschließen die "Barmer Theologische Erklärung", als so genannte "bekennende Kirche", um sich von den Zielen der Nationalsozialistischen Partei und den "Deutschen Christen" abzugrenzen.
00.00.1936 In der Zeit des Nationalsozialismus (Drittes Reich, NSDAP) Kampf um die Pauluskirche.
20.04.1936 Autobusverbindung Barmen-Hauptbahnhof – Nierenhof.
00.00.1938 In Düsseldorf wird Theo Löckenhoff geboren, von 1975 bis 2006 Pfarrer an St. Antonius und Herz Jesu.
17.07.1938 Das neue Sparkassengebäude im Werth wird seiner Bestimmung übergeben.
09.-10.11.1938 In der so genannten Reichspogromnacht (Reichskristallnacht) gehen auch die Barmer und Elberfelder Synagogen der Juden in Flammen auf und Friedhöfe werden geschändet.
00.00.1939 Die St. Antonius-Kirche wird renoviert und die gesamte Ausmalung von 1908/9 entfernt.
01.01.1940 Gründung der Wuppertaler Bahnen AG durch Fusion der Wuppertaler Bergbahn AG, Talbahn AG, Schwebebahn AG und Bergische Kleinbahnen AG. Am 27.07.1940 Eintragung in das Handelsregister.
29.05.1943 -30.05.1943 Am späten Samstagabend starten 719 Bomber der Royal Air Force, beladen mit 1.186 Sprengbomben, 342.000 Brandbomben und 28.454 Phosphorkanistern, Richtung Bergisches Land. Britische Maschinen der sogenannten „Pfadfinder“-Formation setzen gefürchtete „Christbäume“, gigantische Leuchttrauben, an den Nachthimmel, die den nachfolgenden Bomberverbänden den Weg weisen. Die Maschinen werfen ihre Fracht ab und nach zwei Minuten stehen ganze Straßenzüge von Ronsdorf und Barmen in Flammen. Aus dem tobenden Feuersturm gibt es für viele Menschen kein Entrinnen, zumal die Bevölkerung völlig unvorbereitet ist. Wohn- und Geschäftshäuser rund um den Alten Markt stehen in Flammen. Die Gemarker- und St. Antonius-Kirche brennen vollständig aus, wie andere Kirchen, Rathaus, Postamt, Petrus-Krankenhaus, Waisenhaus (Marienheim), Theater und weite Teile der Südstadt.
30.05.1943 Verzweifelte Menschen bleiben auf dem Weg zur Wupper im fußtief ausgeweichten Asphalt stecken und verbrennen. Innerhalb von 80 Minuten liegt Barmen in Schutt und Asche. Die 3.400 Toten werden in Massengräbern auf den Friedhöfen Norrenberg, Unterbarmen und Liebigstraße beigesetzt. Aus der Gemeinde St. Antonius kommen allein 600 Menschen um.Die Zahl der Katholiken ist von 12.000 auf 2.000 reduziert.
25.06.1943 Nach dem Angriff auf Barmen am 29.05.1943 ist nun Elberfeld das Ziel alliierter Luftangriffe. Die Bilanz nach beiden Großangriffen auf das Wuppertal: rund 7.000 Tote, 2.700 Schwerverletzte, von 140.000 Häusern sind 90.000 zerstört oder schwer beschädigt.
18.06.1943 Trauerfeier für die Opfer der Bombenangriffe auf Barmen und Ronsdorf am 30.05.1943 in der Elberfelder Stadthalle, weil die Barmer Stadthalle nur noch eine Ruine ist.
08.08.1944 Generaloberst Erich Hoepner, der einige Zeit an der Adolf-Vorwerk-Straße am Toelleturm gewohnt hat, wird als Widerstandskämpfer in Berlin-Plötzensee hingerichtet.
14.11.1944 Bernhard Letterhaus, in Barmen geborener Widerstandskämpfer, in Berlin-Plötzensee hingerichtet.
00.00.1945 Als erste Stadt Westdeutschlands eröffnet Wuppertal wieder zwei Bühnen: die Stadthalle auf dem Johannisberg und den Festsaal der "Union" in Unterbarmen.
08.03.1945 Luftangriff auf Barmen und Elberfeld.
13.03.1945 Luftangriff auf Oberbarmen, Heckinghausen und Langerfeld. 700 Menschen sterben.
15.03.1945 Es gibt kaum noch Wasser, weil die Versorgung zusammengebrochen ist.
19.03.1945 Luftangriff auf Oberbarmen und Langerfeld.
22.03.1945 Aufruf zum Volkssturm. Alle Männer im Alter von 16 bis 60 Jahren sind aufgefordert, sich zu melden.
09.04.1945 Noch einmal werden die Lebensmittelzuteilungen gekürzt. Die tägliche Kalorienmenge ist auf 1.070 festgesetzt.
13.04.1945 Der letzte Bombenangriff auf Wuppertal. Die Bilanz des Zweiten Weltkrieges: der Luftkrieg hat etwa 6.000 Menschenleben, nach anderen Schätzungen 7.000 Menschenleben gefordert. Etwa zwei Drittel aller Wohnhäuser sind zerstört oder beschädigt. 10.000 bis 12.000 Wuppertaler Soldaten sind nach Schätzungen gefallen oder vermisst. In der Stadt liegen Schutt- und Trümmerberge von 6.5 Millionen Kubikmetern.
14.04.1945 Es gibt Plünderungen und Überfälle. Die Ordnung löst sich auf.
15.04.1945 Die ersten amerikanischen Soldaten treffen in Ronsdorf und Langerfeld ein und bringen Frieden.
15.04.1945 Schwebebahn stellt Betrieb vorläufig ein. Amerikanische Besatzungstruppen übernehmen Bergbahn und sperren sie bis 20.06.1945.
16.04.1945 Einnahme Wuppertals durch amerikanische Truppen. Die Stadt wird kampflos übergeben.
29.04.1945 Bildung eines vorläufigen Vorstandes der Industrie- und Handelskammer.
01.05.1945 Wuppertal zählt etwa 260.000 Einwohner, davon nach amtlichen Angaben 58.000 hilfsbedürftige Personen. Die Einwohnerzahl steigt bis 31.12.1945 auf 312.000.
04.05.1945 Die Militärregierung setzt Eugen Thomas (Bemberg) als Oberbürgermeister ein.
07.05.1945 Die Wuppertaler Polizei leistet wieder Dienst in Uniform.
12.05.1945 Die Militärregierung hebt die Verdunkelungsvorschriften auf. Die Ausgehzeit ist auf die Zeit von 5 bis 21 Uhr beschränkt.
21.05.1945 Die neuen Lebensmittelrationen beschränken die tägliche Kalorienmenge auf 1.050.
26.05.1945 Die ersten Straßenbahnlinien nehmen den Betrieb wieder auf. Die Schwebebahn pendelt zwischen den Haltestellen Bruch und Tannenberger Straße (später Robert-Daum-Platz).
30.05.1945 Einrichtung einer Betreuungsstelle für Kriegsgefangene.
31.05.1945 Die Versorgung mit Strom und Wasser funktioniert weitgehend. Die Gasversorgung ist besonders in Elberfeld noch nicht ausreichend.
21.10.1945 Beginn von Schauspielaufführungen in einem Saal des "Union"-Gebäudes an der Friedrich-Engels-Allee.
31.12.1945 In Wuppertal werden 312.000 Einwohner gezählt.
21.04.1946 Gesamter Rundverkehr der Schwebebahn wird wieder aufgenommen.
25.09.1946 Wieder voller Betrieb aller Straßenbahnen.
25.03.1947 In Wuppertal ist nach dem harten Winter 1946/47 die Versorgungslage katastrophal, denn es gibt wenig Brot und viel Hunger. Pro Woche erhält ein Erwachsener dreieinhalb Pfund Brot, aber kein Fleisch, kein Fett und keine Nährstoffe. 35.000 Menschen treffen sich nach einem Gewerkschaftsaufruf auf der Friedrich-Engels-Allee zu einer Hungerdemonstration. Oberbürgermeister Robert Daum appelliert an die Weltöffentlichkeit: "Übt Menschlichkeit".
00.00.1948 Großer Gerichtsprozess gegen die Mitglieder der Wachmannschaft des Konzentrationslagers Kemna.
00.00.1948 Gründung der "Unitarischen Gemeinde Wuppertal".
00.00.1948 Pater des Jesuitenordens halten in St. Antonius Gemeindemission. Die Kirche wird mit einem Flachdach versehen und profisorisch aufgebaut.
28.01.1948 Heinrich K. Janssen aus Barmen und Auswanderer, Mitbegründer der Carl-Schurz-Gesellschaft, in Reading/USA gestorben.
01.03.1948 Städtische Werke werden in die Wuppertaler Bahnen AG eingegliedert. Daraus entsteht die Wuppertaler Stadtwerke AG.
03.05.1948 Eröffnung des Abendgymnasiums.
24.03.1949 Ernst Vesper, Mitbegründer und Direktor der Barmer Ersatzkasse, in Wuppertal gestorben.
25.03.1949 Ferdinand Thun, Mitbegründer der Carl-Schurz-Gesellschaft und erster Präsident, in Reading/USA gestorben.
01.10.1949 Umstellung der Linie Oberbarmen – Beyenburg auf Obusbetrieb (Bus mit Oberleitung).
16.10.1949 Einführung der Linie 14 Weiherstraße – Toelleturm.

 

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ab 2000


Datum Ereignis
00.00.2000 Dr. Hans-Dietrich Genscher trägt beim gemeinsamen Treffen aller Wuppertaler Lions- und Rotarie-Clubs unter der Präsidentschaft von Dr. Wolfgang Baumann in der Concordia in Barmen vor zum Thema: „Weltpolitische Entwicklungen in Zeiten der Globalisierung“
15.05.2000 Die „Westdeutsche Zeitung“ berichtet, dass die Deutsche Bank 24 ihre Filiale an der Wittener Straße schließt und diese und die Filiale Westkotter Straße im vergrößerten Domizil Berliner Straße 119 zusammenfasst.
23.05.2000 Im Haus der Gesellschaft Concordia am Werth wird der Förderverein „Haus der Geschichte im Wuppertal“ gegründet.
27.05.2000 22. Straßenfest rund um den Wichlinghauser Markt.
18.06.2000 Erster Ökumenischer Gottesdienst unter dem Motto „Eins in Gottes Hand“ auf dem Rathausplatz in Barmen.
00.07.2000 Der am 08.12.1901 gegründete Katholische Arbeiterverein Ober-Barmen der Pfarrei Sankt Johann Baptist schließt sich der 1905 gegründeten Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Sankt Antonius an.
15.07.2000 Die Barmer Filiale des Kaufhofs, bereits im November 1998 von der Kaufhof AG an die Verwertungsgesellschaft Divaco bzw. deren Tochter M & S verkauft, schließt ihre Türen am Alten Markt.
19.08.2000 Ulrich Zolldan, sozialdemokratischer Politiker in den Funktionen Parteivorstand, Ratsfraktionsvorsitzender und zuletzt Bürgermeister der Stadt Wuppertal, 48-jährig an Krebs gestorben.
22.12.2000 Erster Hammerschlag für den Umbau des ehemaligen „Kaufhofes“ am Alten Markt durch das Unternehmen Feldmann.
03.03.2001 Verleihung der Goldenen Schwebebahn an Dr. Horst Jordan, den langjährigen Hauptgeschäftsführer der IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid nach einer Laudation von Dr. Wolfgang Baumann in der Concordia in Barmen
07.02.2001 Das traditionsreiche Familienunternehmen Berns, bekannt für Haushaltwaren und Porzellan, schließt sein Haus im Werth.
12.01.2001 Die „Westdeutsche Zeitung“ berichtet, dass die Mitglieder der Gesellschaft Concordia in ihrer Generalversammlung mit großer Mehrheit den Verkauf ihrer Immobilie am Werth, gegenüber dem Rathaus, beschlossen haben. Die 200 Jahre alte Gesellschaft will die bisher selbst genutzten repräsentativen Räume mieten. Eines der Direktoriumsmitglieder heißt Dr. Helmut Lekebusch. Pläne der Feldmann AG für ein Einkaufszentrum oder des Textilfilialisten Peek und Cloppenburg für eigenen Verkauf haben sich damit zerschlagen.
20.01.2001 Bundespräsident Johannes Rau feiert im Rathaus seinen 70. Geburtstag.
04.03.2001 Die Gesellschaft Concordia feiert in ihrem inzwischen verkauften Haus am Barmer Rathausplatz und der Straße Werth ihr 200-jähriges Bestehen. Die Gründung der ersten Barmer Societät fand am 04.03.1801 in der Gaststätte Grothaus am Mühlenweg statt.
24.01.2001 Grundsteinlegung für die neue Wuppertaler Synagoge, die im Schatten der Gemarker Kirche auf einem von der Evangelischen Gemeinde zur Verfügung gestellten Grundstück errichtet wird.
00.11.2001 1. Unterbarmer Büchermarkt in der Pauluskirche.
31.12.2001 Mit dem Jahreswechsel verliert die Deutsche Mark ihre Gültigkeit als Zahlungsmittel. Good bye Mark und Pfennig – welcome Euro und Cent!
00.00.2002 Nutzungsende der Pauluskirche auch als Vorlesungsstätte der Fachbereiche Bauingenieurwesen und Architektur der Bergischen Universität, Campus Haspel.
00.00.2002 Dokumentation "11 Jahre multifunktionale Nutzung Pauluskirche".
13.+ 14.09.2002 "Wissenschafts-Happening" in der Pauluskirche. Längste Vorlesung aller Zeiten! 30 Professoren halten 24 Stunden Vorlesung im Wechsel. Anlass ist das Jubiläum "30 Jahre Bergische Universität/Gesamthochschule Wuppertal".
17.11.2002 Der bekannte und streitbare Maler Ernst Gerd Jentens stirbt in Wuppertal
00.00.2003 In der Spielzeitpause wird das Schauspielhaus so weit vorbereitet, dass dort während der Sanierung des Opernhauses die drei Sparten Schauspiel, Oper und Tanztheater aufgeführt werden können.
14.07.2003 14.07.2003 Verleihung der Goldenen Schwebebahn an den Rektor der Bergischen Universität Wuppertal Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Ronge nach einer Laudatio von Dr. Wolfgang Bauann in der Concordia in Barmen
31.12.2003 Schließung des Opernhauses mit dem Ziel einer Wiedereröffnung nach umfangreicher Sanierung im Jahr 2008.
31.12.2003 In Wuppertal sind 364.979 Einwohner gemeldet, davon sind 49.167 nichtdeutscher Herkunft.
31.12.2003 Der Stadtbezirk 5 – Barmen hat 60.443 Einwohner, davon sind 9.051 nichtdeutscher Herkunft.
31.12.2003 Der Stadtbezirk 6 – Oberbarmen, der sich aus den Ortsteilen Wichlinghausen, Nächstebreck und Oberbarmen-Rittershausen zusammensetzt, hat 43.853 Einwohner, davon sind 7.375 Menschen nichtdeutscher Herkunft.
26.09.2004 Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen. In Wuppertal wird die CDU wieder stärkste Fraktion im Rat der Stadt. In der Oberbürgermeisterwahl erreicht keiner der Kandidaten die notwendige Mehrheit, so dass eine Stichwahl zwischen Oberbürgermeister Dr. Hans Kremendahl (SPD) und Bürgermeister Peter Jung (CDU) notwendig wird.
10.10.2004 In der Stichwahl gewinnt Peter Jung (CDU) klar gegen Dr. Hans Kremendahl (SPD) und übernimmt am 12.10.2004 das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Wuppertal.
26.10.2004 Peter Wülfing, geboren am 19.08.1940, wohnhaft in der Clarenbachstraße, nach schwerer Krankheit gestorben. Der Architekt war von 1984 bis 2004 Stadtverdoneter (SPD) und viele Jahre Mitglied und Vorsitzender des städtischen Rechnungsprüfungsausschusses. Arbeitsschwerpunkte: Stadtmarketing, Bauwesen.
26.10.2004 Karl-Otto-Dehnert, geboren am 01.01.1919, gestorben. Er war von 1956 bis 1989 Stadtverordneter (FDP), von 1961 bis 1964 und von 1975 bis 1984 Bürgermeister. Für seine Verdienste als Kommunalpolitiker erhielt er 1976 den Ehrenring der Stadt Wuppertal und wurde 1984 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Dehnert war Vorstandsmitglied im Nordstädter Bürgerverein.
08.11.2004 Der Wuppertaler Stadtrat wählt Silvia Kaut zur ersten, Ursula Schulz zur zweiten Bürgermeisterin und Lorenz Bahr zum dritten Bürgermeister, und damit Vertretern des Oberbürgermeisters Peter Jung.
17.12.2004 Die Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr feiern Abschied von der Feuer- und Rettungswache Ost am Heidter Berg.
18.12.2004 Symbolischer Umzug und offizielle Einweihung der neuen Feuer- und Rettungswache Ost an der Waldeckstraße.
01.01.2005 Fusion der evangelischen Kirchenkreise Barmen und Elberfeld zum Kirchenkreis Wuppertal.
01.01.2005 Die Engländerin Suzanne Melas, die mit der "Waterworld" auf der Mittelmeerinsel Zypern (Agia Napa) den größten europäischen Wasser-Vergnügungspark betreibt, erwirbt vom Wuppertaler Unternehmer Dieter Rosenkranz das 13 Jahre alte Spaßbad auf Lichtscheid und benennt es um in "Waterworld Bergische Sonne". Prokurist bleibt der bisherige Geschäftsführende Gesellschafter Gunter Geier.
08.01.2005 Die erste Synode des neuen evangelischen Kirchenkreises Wuppertal mit 160 Synodalen als Vertretern der Gemeinden wählt mit großer Mehrheit Manfred Rekowski, den bisherigen Superintendenten des Kirchenkreises Barmen, zum ersten Superintendenten des Kirchenkreises Wuppertal.
15.01.2005 Seinen Neujahrsempfang nimmt der Bürgerverein Langerfeld zum Anlass, die Mitglieder Hans-Willi Boukes (seit 1973) und Friedrich Paul (seit 1977) wegen zahlreicher Verdienste im Ehrenamt mit der 1978 gestifteten "Goldenen Spule" auszuzeichnen. Paul nimmt sogar die Original-Spule als "Ehrenspule" in Empfang.
20.01.2005 Ein Jahr nach der Demontage von 23 Starenkästen im Stadtgebiet sprechen die Unfallzahlen nicht für einen Erfolg der politisch beschlossenen Abbauaktion: allein an der als Rennstrecke bekannten L 74 (Rutenbeck – Kohlfurth) haben sich die Unfallzahlen von 17 auf 34 verdoppelt.
29.01.2005 Beginn der Abrissarbeiten an der volksmundlich so genannten "Picasso-Brücke" an der Autobahn A 1, die Langerfeld mit dem Ehrenberg verbindet. Wegen des 6-streifigen Ausbaus ist ein Neubau erforderlich.
06.02.2005 Rund 80.000 Zuschauer säumen die Straßenränder des Rosensonntagszuges. Bei strahlendem Sonnenschein ist die Begeisterung groß, sind viele Besucher kostümiert.
24.02.2005 An der Straße Am Diek, doch mit der Adresse Vor der Beule 6, öffnet der Blumenmarkt Risse seine Türen.
00.03.2005 Der Betriebssportverein SG Rot-Weiß Hilgershöhe, sportlich an der Grundstraße zuhause, feiert in der Partyscheune des Golfhotels Vesper sein 50-jähriges Bestehen. Als Ehrengast gratuliert Stadtsportbundvorsitzender Dr. Willfried Penner. Die Erfolgsbilanz beginnt 1963 mit der ersten Stadtmeisterschaft, deren Gewinn 40 Titelgewinne in mehr als 60 Endspielteilnahmen auf Bezirks-, Verbands- und Landesebene folgen. Den 90 Mitglieder zählenden Verein führen Frank Neidert als 1. Vorsitzender, Peter Schneider als 2. Vorsitzender, Gabriele Weber als Geschäftsführerin, Burkhardt Korthaus und Michael Mikovic als Schatzmeister.
03.03.2005 Bei einem spektakulären Einbruch ins Ausländeramt Am Clef werden 10.000 Euro, 19 Dienstsiegel und rund 5.000 Blanko-Ausweise mit einem Schwarzmarktwert von rund 2,5 Millionen Euro gestohlen und erbeutet.
07.03.2005 In einer Feierstunde im Rathaus verleiht Oberbürgermeister Peter Jung die Ehrenbürgerwürde an Dr. Willfried Penner ("Mann ohne Eitelkeiten"), der sich in verschiedenen Funktionen um seine Heimatstadt verdient gemacht hat: Stadtverordneter, Bundestagsabgeordneter, Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestages und Vorsitzender des Stadtsportbundes. Dem Sport ist er zeitlebens von Herzen verbunden.
07.03.2005 Die Stadt Wuppertal ehrt den früheren Unternehmer und Inhaber des weltweit agierenden Jackstädt-Konzerns, Werner Jackstädt (80), für die Förderung kultureller Einrichtungen, Medizin- und Betriebswissenschaftsprojekten mit dem Ehrenring, der jedoch nicht mehr überreicht werden kann, weil der am 24.01.1925 geborene Unternehmer am 19.03.2005 gestorben ist. Nach dem Verkauf seiner Firmengruppe hatte Jackstädt eine Stiftung mit einem Kapital von 100 Millionen Euro gegründet. Oberbürgermeister Peter Jung nennt ihn "einen großen Wohltäter".
13.03.2005 Manfred Rekowski wird in der Friedhofskirche durch Nikolaus Schneider, den Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, in das Amt des Superintendenten des evangelischen Kirchenkreises Wuppertal eingeführt. Der Kirchenkreis ist erst zu Jahresbeginn durch Fusion der Kircnenkreise Barmen und Elberfeld entstanden. Zuvor ist der bisherige Superintendent des Kirchenkreises Elberfeld, Andreas Knorr, entpflichtet worden.
19.03.2005 Der Gründer des Unternehmens Jackstädt, Dr. h.c. Werner Jackstädt (geboren 24.01.1925) ist tot.
19.03.2005 Hunderte Schaulustige sehen zu, als eines von insgesamt vier 200 Tonnen schweren, 30 Meter langen und sechs Meter breiten Brückenteilen für die neue Langerfelder Talbrücke montiert wird.. Die Arbeiten gehören zum dreispurigen Ausbau der Autobahn 1.
26.03.2005 Beim Nächstebrecker Osterfeuer an der Mählersbeck zählt die CDU rund 1.000 Besucher. Bei einem anderen Osterfeuer in der Nähe werden zwei 19 Jahre alter Männer schwer verletzt.
01.04.2005 Es ist kein April-Scherz: eine tägliche Notaufnahme gibt es nun in allen Krankenhäusern der Stadt.
11.05.2005 Verleihung der Goldenen Schwebebahn an Pina Bausch der großen Kulturträgerin Wuppertals nach einer Laudation von Dr. Wolfgang Baumann in der Concordia in Barmen
21.04.2005 In Stuttgart stirbt 80-jährig der in Wuppertal geborene ehemalige Gewerkschaftsführer Heinz Kluncker. Er war von 1964 bis 1982 Bundesvorsitzender der ÖTV und sorgte 1974 mit einem Streikaufruf für Aufsehen, als die Müllabfuhr drei Tage lang streikte.
00.05.2005 Die afrikanische Gemeinde feiert Gottesdienste am Sonntagnachmittag in der Pauluskirche.
06.06.2005 Der hochkarätige in Barmen geborene und in Köln wohnende Cellist Siegfried Palm stirbt 78-jährig an einem Krebsleiden.
08.06.2005 Theo Löckenhoff blickt auf 30 Jahre als Pfarrer der katholischen Pfarrgemeinde St. Antonius zurück und ist außerdem für die Unterbarmer Gemeinde Herz Jesu zuständig, da beide Gemeinden in einem Seelsorgebezirk zusammengefasst sind.
26.06.2005 Das 30. Heckinghauser Bleicherfest wird von rund 500 Händlern und geschätzten 200.000 Flohmarktfans und Trödlern besucht.
16.-21.08.2005 Der 20. Weltjugendtag, zu dem Papst Johannes Paul II. (1920-2005) die Jugend der Welt nach Köln eingeladen hatte, wirkt sich auch in Wuppertal aus. 17.000 Pilger aus 33 Ländern beziehen im Tal in Schulen, Turnhallen und Privatquartieren Quartier und schaffen eine ungewöhnlich freundliche, mitreißende Atmosphäre. Sie verzaubern kurzzeitig die Einheimischen. Am letzten Tag fahren alle nach Köln und treffen auf dem Marienfeld bei Kerpen Papst Benedikt XVI. Den dort vor einer Million Menschen singenden Chor dirigiert der in Wuppertal-Oberbarmen wohnende Kirchenmusiker Thomas Höfling.
24.08.2005 Mehr als ein Jahr nach der überraschenden Sperrung der Fußgängerbrücke von der Freiheit-/Breslauer Straße über die stillgelegte Rheinische Eisenbahnstrecke zum Schulzentrum Ost wird eine neue Wegeverbindung für den Verkehr frei gegeben. Zahlreiche Proteste von Bürgern, Schülern und Bezirksvertretern waren erfolgreich.
16.-17.09.2005 An mehr als 70 Schauplätzen und mit mehr als 200 Einzelveranstaltungen findet das Event "Wuppertal 24 Stunden live" statt. Die Stadt, viele Firmen, Vereine und Privatleute zeigen, was Wuppertal so alles zu bieten hat.
24.09.2005 Richtfest für das neue Kletterzentrum des Deutschen Alpenvereins an der Badischen Straße, das den Namen "Wupperwände" erhalten soll.
18.10.2005 Der Rat der Stadt beschließt, nach dem erfolglosen Versuch und heftigen Bürgerprotesten, den Alten Markt in Kurt-Drees-Platz umzubenennen, dass die Spinnstraße künftig Kurt-Drees-Straße heißen wird. Drees (03.08.1925-18.01.1998) war Ehrenbürger der Stadt, Ehrenringträger und Altbürgermeister.
00.11.2005 Die Schule für Lernbehinderte an der Kreuzstraße wird in Johannes-Rau-Schule umbenannt.
26.11.2005 Über Wuppertal und das Bergische Land bricht ein Winterchaos herein, so dass die Schneemassen das öffentliche Leben nahezu zum Stillstand bringen.
07.12.2005 Auf den Schienen der ehemaligen Wuppertalbahn (Bergische Bahnen Förderverein Wupperschiene) zwischen Beyenburg und Ackersiepen rollen erstmals moderne Draisinen, die der von Rainer Ötting gegründete neue Verein "Wuppertrail" gechartert hat, um eine neue Touristenattraktion zu testen.
31.12.2005 Nach einer Erhebung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik verzeichnet Wuppertal eine Einwohnerzahl von 359.237. Das ist ein Bevölkerungsschwund von 1.840 Personen innerhalb eines Jahres. Es wurden in 2005 1.062 Ehen geschieden, nach 980 in 2004.
00.00.2006 Nach 17-jähriger Amtszeit übergibt Karl Tirre die Funktion des Garnmeisters der Langerfelder Garnbleicher an Paul Bockmühl.
03.01.2006 Mit einer Arbeitslosenzahl von rund 15 Prozent startet Wuppertal in das neue Jahr.
15.01.2006 Der Langerfelder Bürgerverein verleiht dem Garnmeister der vereinseigenen Bleichergruppe, Karl Tirre, die "Goldene Spule" und ehrt damit einen Mann, der sich über 20 Jahre ehrenamtlich für die Traditionspflege engagiert.
22.01.2006 Vormittags spielt das Sinfonieorchester die "Variationen ohne Thema" des Wuppertaler Komponisten Lutz-Werner Hesse, nachmittags folgt die zweite Uraufführung, als die Bergische Musikschule "Goldeamus" von Matthias Maute aufführt und mit dem gigantischen Werk den 40. Geburtstag der Musikschule feiert.
27.01.2006 Wenige Tage nach seinem 75. Geburtstag stirbt der frühere Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal, Landeswissenschaftsminister, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, SPD-Parteivorsitzender und Bundespräsident Johannes Rau in Berlin. Sein politisches Lebensmotto überdauert seine Lebenszeit: "Versöhnen statt spalten". Rau war tief im christlichen (evangelischen) Glauben verwurzelt.
00.02.2006 Die Schulkonferenz des Gymnasiums an der Siegesstraße beschließt unter dem Eindruck von 600 Unterschriften, die Schule in "Ganztagsgymnasium Johannes Rau" umzubenennen. Eine entsprechende Bitte wurde schon zu Lebzeiten des Alt-Bundespräsidenten an ihn gerichtet, doch nach seinem Tod äußerte sich die Witwe Christina Rau: "Er hat sich sehr darüber gefreut, dass sich seine Schule nach ihm benennen will. An mir ist es nun, Ihnen sein Einverständnis mitzuteilen." Johannes Rau besuchte vom Januar 1947 bis September 1948 das Gymnasium und verließ es nach der Obertertia. Für die förmliche Umbenennung ist der Rat der Stadt zuständig.
15.02.2006 Nach eineinhalbjähriger Sanierungszeit eröffnet das Langerfelder Gartenhallenbad wieder. Am ersten Tag drehen Hunderte Badefreunde ihre Runden in den neuen Becken.
18.02.2006 Im Rauental, Ecke Badische Straße, eröffnet der Deutsche Alpenverein die erste Wuppertaler Kletterhalle mit dem Namen "Wupperwände". An der 15 Meter hohen Wand im Zentrum der Halle können sich Kletterbegeisterte auf 120 verschiedenen Kletterrouten austoben.
21.02.2006 Der Stadtrat beschließt mit großer Mehrheit, den Rathausvorplatz nach dem vorstorbenen Ehrenbürger, Alt-Bundespräsidenten und früheren Ministerpräsidenten Johannes Rau zu benennen.
22.02.2006 Diebe wollen mit dem Rohstoff Bronze Geld verdienen und stehlen vom Gustav Adolf Uthmann-Denkmal im Barmer Nordpark die 2,30 Meter hohe, 70 Zentimeter breite und rund 100 Kilogramm schwere Erinnerungstafel.
22.02.2006 Unbekannte stehlen die Bronze-Tafel am Uthmann-Denkmal im Barmer Nordpark. Der Diebstahl ist der erste einer ganzen Serie. Auch die "Sinnende" auf der Hardt, eine Grabfigur vom Friedhof Hugostraße, das Relief "Jesus heißt ein misshandeltes Tier" und das Relief vom Fredrich-Wilhelm-Dörpfeld-Denkmal in den Barmer Anlagen fallen den Bronze-Dieben zum Opfer. Wenig später werden drei Täter festgenommen.
05.03.2006 In der Langerfelder Bandfabrik feiert die Bleichergruppe des Langerfelder Bürgervereins mit einem Empfang ihr 25-jähriges Bestehen.
03.05.2006 Rechtzeitig zum Beginn der "Regionale 2006" überfluten Narzissen mit ihrer gelben Farbenpracht das Wuppertaler Stadtgebiet und dessen Grünanlagen. Frei nach dem Motto "Jetzt blüht uns was" wurden im vergangenen Jahr 135.000 Blumenzwiebeln aus Regionale-Mittel und Spenden angeschafft und von Betrieben des Garten- und Landschaftsbaus im Herbst unter die Erde gebracht. Die Talachse und Grünstreifen der Autobahnabfahrten sind in sattes Gelb getaucht.
11.05.2006 In Anwesenheit von Witwe Christina Rau wird der bisherige Rathaus(vor-)platz in Johannes-Rau-Platz umbenannt und das Rathaus erhält die Hausnummer 1 (zuvor Wegnerstraße 7). Damit wird der im Januar 2006 verstorbene ehemalige Wuppertaler Oberbürgermeister, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Bundespräsident durch seine Heimatstadt gewürdigt. Begraben ist er in Berlin.
09.06.-09.07.2006 Mit zahlreichen Veranstaltungen rund um Public Viewing auf dem Johannes-Rau-Platz und Geschwister-Scholl-Platz begleiten Wuppertaler Fans die erfolgreiche Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland.
28.06.2006 Die Pfarrer Theodor Löckenhoff und Franz Ondraczek feiern die letzte Messe in der Kapelle des Petruskrankenhauses, weil nach dem Abriss auf der Fläche ein neues Bettenhaus errichtet werden soll. 43 Jahre zuvor, am 29.06.1963, hatte Dechant Zündorf die Kapelle geweiht.
02.08.2006 Peter Held, genannt "Husch-Husch", gilt als Wuppertaler Original. Der Hausierer mit dem Margarinekarton unterm Arm war eher mürrisch, aber auch schlagfertig. 1886, vor 120 Jahren, wurde er geboren.
02.08.2006 Der aus England stammende Wuppertaler Bildhauer Tony Cragg will die Villa von Dr. Kurt Herberts an der Hirschstraße kaufen und dort einen Skulpturenpark errichten. Die ungewöhnliche Bauweise der lange leerstehenden Villa ohne Ecken und Kanten passt zu Craggs organischen Skulpturen.
19.08.2006 Mit einem Korso aus 200 Pinguinen, die zuvor mit der Schwebebahn "gefahren" sind, feiert der Wuppertaler Zoo sein 125-jähriges Bestehen. Motto: Pinguinale 2006.
09.-10.09.2006 Das Geschichtsfest im Engelsgarten, Engelshaus und Saal der Remise des Historischen Zentrums wird von rund 11.000 Gästen besucht.
20.09.2006 Verleihung der Honorarprofessur durch die Bergische Universität, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften an Prof. Dr. Wolfgang Baumann, den Vorsitzenden des Stadtverbandes der Bürger- und Bezirksvereine und Notar aus Barmen unter Würdigung seiner über 100 wissenschaftlichen Publikationen u.a. im Notarrecht, Unternehmerrecht, Erb- und Familienrecht
12.10.2006 Vor 75 Jahren gegründet, feiert das einstige Mini-Familienunternehmen EDE mit heute 700 Mitarbeitern Jubiläum. Das "Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler" mit Sitz an der Dieselstraße in Langerfeld hat einen Umsatz von 3,5 Millionen Euro.
12.10.2006 Der langjährige Hauptgeschäftsführer der Bergischen Industrie- und Handelkammer Remscheid-Solingen-Wuppertal, Dr. Horst Jordan, stirbt 83-jährig. Der gebürtige Berliner kam 1966 nach Wuppertal und leitete 24 Jahre die IHK. Trotz Pensionierung blieb er ab 1990 "Aufbauhelfer". Für seine Verdienste erhielt Horst Jordan zahlreiche Auszeichnungen, darunter die "Goldene Schwebebahn" vom Stadtverband der Wuppertaler Bürger- und Bezirksvereine.
15.10.2006 Mit einem Fest im Wuppertaler Zoo wird die "Pinguinale 2006" abgeschlossen. Die kunstvollen Pinguine erhalten die Stifter zu ihrer Verwendung zurück.
31.10.2006 Die Evangelische Kirchengemeinde Gemarke und die Katholische Pfarrgemeinde St. Antonius besiegeln am Reformationstag schriftlich eine seit Jahren praktizierte Ökumenische Gemeindepartnerschaft.
04.-05.12.2004 2. Unterbarmer Nikolausmarkt in der Pauluskirche.
13.12.2006 Der 70-jährige Bezirksvorsteher der Bezirksvertretung Langerfeld-Beyenburg Hans-Willi Boukes (CDU) leitet die letzte Zusammenkunft des Stadtteilgremiums und tritt nach 30-jähriger Mitwirkung von seinem Amt zurück.
16.01.2007 Karl Theodor Löckenhoff, geboren am 05.11.1938 in Düsseldorf, seit 1975 katholischer Pfarrer an St. Antonius in Barmen und seit 1993 auch Pfarrer an Herz Jesu in Unterbarmen, außerdem Vorsitzender des Aufsichtsrates der Kliniken St. Antonius, ist nach schwerer Krankheit gestorben.
18.01.2007 Das Sturmtief "Kyrill" fegt mit Orkanstärke über das Bergische Land und hinterlässt große Schäden durch umgestürzte Bäume. Zeitweise fällt der Strom aus. Mehrere Tage verkehren außer der S 8 keine Züge durch das Wuppertal.
23.01.2007 Viele katholische Christen geleiten den verstorbenen Pfarrer Theo Löckenhoff auf seinem letzten Weg von der Antoniuskirche zum Friedhof an der Liebigstraße.
16.05.2007 Öffentliche Antrittsvorlesung an der Bergischen Universität Wuppertal von Prof. Dr. Wolfgang Baumann
„Ökonomie und Recht – Ökonomische Effizienzjurispudenz“
23.05.2007 50 Jahre Stadtverband der Bürger- und Bezirksvereine bei einem Festakt und Verleihung der Goldenen Schwebebahn an Dr. Wilfried Pennter, dem Ehrenbürger der Stadt Wuppertal, langjähriger Bundestagsabgeordneter und Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages a. D. nach einer Laudation von Prof. Dr. Wolfgang Baumann in der Glashalle der Stadtsparkasse
23.05.2007 Der Stadtverband der Bürger- und Bezirksvereine feiert in der Glashalle der Stadtsparkasse sein 50-jähriges Bestehen. Zum Rahmenprogramm zählen eine Ausstellung im Barmer Rathaus und ein Bürgerfest auf dem Johannes-Rau-Platz am 09.06.2007.
03.06.2007 In den Barmer Anlagen finden anlässlich der Eröffnung der Regionale-2006 Projekte wie z.B. Wiederbelebung der Bergbahntrasse, neuer Spielplatz mit Arena und Aussichtsplateau, Neugestaltung des Emil-Röhrig-Platzes und "Barmer Anlagenzauber 2007" statt.
03.06.2007 In einem Festgottesdienst wird der Evangelischen Kirchengemeinde Gemarke aus der mittelenglischen Stadt Coventry ein Nagelkreuz überreicht. Damit wird die Gemarker Kirche eines von weltweit rund 200 Nagelkreuzzentren, die sich verpflichten, für Versöhnung und Frieden in besonderer Weise einzutreten. Coventry wurde im November 1940 als erste englische Großstadt von deutschen Bombern zerstört.
01.08.2007 Der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, ernennt Monsignore Michael Haupt, zuvor Pfarrer im oberbergischen Bergneustadt und Dechant des Dekanates Gummersbach, zum Pfarrer der Barmer Gemeinden St. Antonius und Herz Jesu, die den Pfarrverband Barmen-West bilden.
12.08.2007 Amtseinführung von Pfarrer Michael Haupt durch den stellvertretenden Stadtdechanten Norbert Pauls in St. Antonius und Herz Jesu. Über 800 Gäste sind dabei.
01.09.2007 Mit einem Fest feiern die evangelische Kirchengemeinde, der Bürgerverein Unterbarmen und die Stadt Wuppertal die Fertigstellung des Umbaus des Platzes vor der Hauptkirche. Weitere Anlässe sind das 175-jährige Bestehen der Hauptkirche und der 125. Geburtstag der Pauluskirche.
01.-02.09.2007 Die Interessengemeinschaft City Barmen richtet das erste Barmer Herbstfest aus.
01.12.2007 Die Katholische Kirchengemeinde St. Antonius stellt ihr dreihundertjähriges Bestehen mit Beginn des Kirchenjahres unter das Motto "Steh auf und geh!"
02.12.2007 Zu Beginn der Feierlichkeiten zum Jubiläum "300 Jahre katholische Kirche in Barmen" zählt die Pfarrgemeinde St. Antonius rund 8.000 Katholiken, die Nachbargemeinde Herz Jesu rund 3.000 Seelen. In Antonius ist die polnische Gemeinde zu Gast und die italienische Mission mit einem Büro. Die Gemeinde betreibt die Kliniken St. Antonius gGmbh, zwei Friedhöfe, zwei Kindertagesstätten und ein Wohnheim für psychisch Kranke. Ausgegliedert wurde einige Zeit vorher die Katholischen Familienbildungsstätte. Den Obdachlosen und Armen bietet die Gemeinde werktags den "Caritas-Mittagstisch" an. Zahlreiche Gruppen und Vereine sorgen für ein lebendiges Gemeindeleben.
00.00.2008 Die Katholische Kirchengemeinde St. Antonius stellt ihr dreihundertjähriges Bestehen unter das Motto "Steh auf und geh!"
02.02.2008 Mit einer Wanderung vom Toelleturm zum Jahrhundertplatz und weiter durch den Barmer Wald und die Südstadt zum Rathaus beginnt das Jubiläum "200 Jahre Stadt Barmen". Gemeinsam schalten Oberbürgermeister Peter Jung und Peter Vaupel, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse, die neue Rathausbeleuchtung an. Das Geldinstitut hatte die Finanzierung ermöglicht. Im Rathaus referiert Stadtarchiv-Direktor Dr. Uwe Eckardt über Hintergründe zur Stadtwerdung.
03.02.2008 Die Wählergemeinschaft für Wuppertal (WfW) richtet in der "Concordia" einen Festakt mit Vortrag von Hans Joachim de Bruyn-Ouboter zum Jubiläum "200 Jahre Stadt Barmen" aus.
01.04.2008 Anläßlich des 100. Jahrestages der Einweihung des Jahrhundertplatzes mit Jahrhunderteiche im Barmer Wald richtet der Sauerländische Gebirgsverein durch seine Wander- und Wegewarte Heinrich Saßmannshausen und Heide Hochschild eine zweiteilige Sternwanderung von Langerfeld und Laaken aus aus.
10.04.2008 Der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner führt in der St. Antonius-Kirche den Elberfelder Pfarrer Bruno Kurdt in sein Amt als Stadtdechant ein.

Chronik